| Theo Dingermann |
| 30.04.2026 10:30 Uhr |
Die Forschenden benennen Limitationen klar. Die Studie erfasst keine stratifizierte Analyse nach Ethnizität, was angesichts bekannter Unterschiede im PDA-Risiko relevant ist. Die Sensitivität wurde bislang nicht an externen prädiagnostischen Datensätzen validiert, auch deshalb nicht, da solche Daten nicht öffentlich existieren.
Darüber hinaus bewertet REDMOD das gesamte Pankreasvolumen als Risikomarker, nicht als Lokalisationswerkzeug, was der Biologie der Frühphase mit diffusen Feldeffekten statt einer diskreten Läsion entspricht.
In einer Pressemitteilung im Mayo-Klinik-Magazins weisen die Forschenden zudem darauf hin, dass eine prospektive Validierung bei Hochrisikopatienten, etwa bei unerklärlichem Gewichtsverlust und neu diagnostiziertem Diabetes, erforderlich ist, bevor das Tool in der klinischen Praxis breit eingesetzt werden kann. Sie bezeichneten REDMOD als »einen bedeutenden Fortschritt auf dem Weg zu einem Paradigmenwechsel« beim Bauchspeicheldrüsenkrebs, weg von einer Diagnose im Spätstadium mit Symptomen, hin zu einer proaktiven präklinischen Früherkennung.