| Juliane Brüggen |
| 16.04.2026 12:15 Uhr |
Die Argumente lägen auf dem Tisch, so Francke, man bemerke jedoch »Störfeuer«, nachdem die Finanzkommission im Gesundheitswesen ihre Sparvorschläge gemacht hat, von Seiten der gesetzlichen Krankenkassen, aber auch von Teilen der Medien – mit dem Tenor: »Alle müssen abgeben, nur die Apotheken nicht.« Francke sagte dazu: »Wir haben die ganze Zeit abgegeben, ihr seid jetzt nur mit im Boot.« Diese Botschaft müsse bis Ende April ankommen. »Wir müssen klarmachen, dass wir schon viel mehr bezahlt haben, als alle jetzt abgeben können – Milliarden bezahlt durch Verzicht und trotzdem mehr Leistung.«
Die Vorschläge der Kommission, die Finanzmittel für die pharmazeutischen Dienstleistungen (pDL) zurückzuführen und die Honorarerhöhung zu staffeln, folgten einer »kruden Logik«. Die Erhöhung des Kassenabschlags – eine Maßnahme »aus der Mottenkiste der Vorgängerregierung«. Auf solche »Taschenspielertricks« würden die Apotheken nicht hereinfallen, betonte Francke. »Das kann keiner ernst meinen, der mit uns vertrauensvoll umgeht.«
Man könne die Gesundheitskosten auf ganz andere Weise bremsen: Indem die Politik auf leistungsfähige und starke Apotheken setze, um Prävention zu fördern. »Denn das ist dann nicht mehr kurzsichtige Sparpolitik, das ist weitsichtige Strukturpolitik.«