Trotz der angekündigten Stellenstreichungen verlassen bislang nur wenige Beschäftigte das Unternehmen. Dafür gibt es aus Sicht des Betriebsrats einen simplen Grund: In der Region fehlen vergleichbare Arbeitsplätze. »Es gibt hier nicht Pharma- und Biotechnologieunternehmen am laufenden Band, die großzügig Mitarbeiter mit diesen Qualifikationen einstellen«, sagt Wagenaar.
Besonders betroffen seien hoch spezialisierte Fachkräfte, junge Familien und Auszubildende. Neben der Universität und dem Universitätsklinikum sei Curevac einer der wichtigsten Akteure vor Ort. »So viel Industrie gibt es in Tübingen nicht«, sagt Wagenaar.
Biontech hatte Curevac im Januar vollständig übernommen. Damals hieß es, dass der Forschungs- und Entwicklungsstandort in Tübingen erhalten bleiben soll. Doch das Biontech-Management will mehrere Standorte schließen – darunter auch Einrichtungen von Curevac.