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Sachsen-Anhalt
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Kanzlerbesuch bei Salutas Pharma in Barleben

Der Bundeskanzler hat gemeinsam mit Sachsen-Anhalts Ministerpräsidenten Sven Schulze die Firma Salutas Pharma bei Magdeburg besucht. Friedrich Merz betonte, dass die Rahmenbedingungen für die Pharmabranche verbessert werden sollen.
AutorKontaktPZ
Datum 29.06.2026  11:20 Uhr

Bei seinem Besuch in Barleben informierte sich Merz über die Herausforderungen bei der Herstellung von Generika und Biosimilars. Bei einem Rundgang durch das Labor gewann er gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zudem Einblicke in zentrale Aspekte der Qualitätssicherung. Generikaprodukte seien »eine wichtige beziehungsweise eigentlich die wichtige Basis für eine bezahlbare und sichere Grundversorgung mit Arzneimitteln in Deutschland und in Europa«, so Merz.

Salutas Pharma ist eine Tochtergesellschaft der Hexal AG innerhalb des Schweizer Arzneimittelherstellers Sandoz. Der Standort Barleben von Salutas Pharma bei Magdeburg sei ein »Beispiel für einen modernen und anpassungsfähigen Industriestandort« und ein »herausragendes Beispiel für zukunftsfähige Arbeitsplätze in den ostdeutschen Bundesländern«.

In Barleben werden jährlich etwa zehn Milliarden Kapseln und Tabletten unter anderem zur Krebstherapie hergestellt und weltweit exportiert. »Generika sind für eine bezahlbare und sichere Grundversorgung mit Arzneimitteln in Deutschland unerlässlich«, so der Bundeskanzler bei seinem Besuch.

Bundesregierung will industrielle Gesundheitswirtschaft stärken

Eine starke industrielle Basis schaffe eine verlässliche Versorgung von Patientinnen und Patienten in Deutschland und Europa mit kritischen Arzneimitteln, betonte der Kanzler. Daher wolle die Bundesregierung die Rahmenbedingungen der Pharmabranche für die Entwicklung und Produktion von Arzneimitteln weiter verbessern; unter anderem »setzen wir uns in der EU für Resilienz und Wettbewerbsfähigkeit ein«, so der Kanzler. Die Pharmaindustrie und Medizintechnik in Deutschland würden zur Leitwirtschaft gehören und seien Schlüsselindustrien.

Merz betonte, dass sich die Bundesregierung zum Ziel gesetzt habe, die industrielle Gesundheitswirtschaft zu stärken. »Ich will das hier wiederholen, was ich gerade im kleinen Kreis gesagt habe: Wenn man den Gesundheitssektor insgesamt betrachtet, also von der Herstellung von pharmazeutischen Produkten über die Gesundheitsversorgung in Arztpraxen und Krankenhäusern bis hin zur Versorgung älterer Menschen in Pflegeeinrichtungen, dann erkennt man, dass dieser gesamte Sektor der am schnellsten wachsende Sektor unserer Volkswirtschaft ist.«

Es sei »der Sektor unserer Volkswirtschaft, der in den nächsten Jahren die meisten Arbeitsplätze neu schaffen wird und es zulässt, bestehende zu erhalten«, erklärte der Kanzler. Es sei deswegen für die Bundesregierung eine wichtige Frage, wie dieser Sektor auch weiter unter Marktbedingungen so entwickelt werden könne, dass vor allem im pharmazeutischen Bereich mittelfristig wieder mehr wichtige Arzneimittel auch in Deutschland und in Europa produziert werden. »Wir setzen uns deshalb – auch ich persönlich in der Europäischen Union – dafür ein, dass wir ein starker und wettbewerbsfähiger Standort sind. National führen wir den Pharma- und Medizintechnikdialog in dieser Legislaturperiode weiter«, so Merz weiter.

Zudem erklärte der Kanzler, dass er Bundesgesundheitsministerin Nina Warken »erneut wirklich herzlich Dank dafür sagen« wolle, dass sie diesen strategischen Dialog mit der Industrie führe. »Denn ein strukturierter Austausch der Bundesregierung mit den relevanten Akteuren aus Industrie, Verbänden, Wissenschaft, Selbstverwaltung, Gewerkschaften und nicht zuletzt mit den Vertreterinnen und Vertretern der Patienten ist für uns wichtig, um gemeinsam Lösungen für die aktuellen Herausforderungen zu finden.«

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