Teizeild-Hersteller Sanofi ist mit dem IQWiG-Votum wenig überraschend nicht einverstanden. Das Pharmaunternehmen kritisiert, dass das IQWiG bei seiner Bewertung eine Aufteilung der Patientenpopulation in Menschen mit und ohne familiäre Vorbelastung vorgenommen hat. Dies sei nicht gerechtfertigt, da die familiäre Vorbelastung lediglich das Risiko für das Auftreten der Autoimmunität erhöhe, nicht aber die Pathophysiologie und den Krankheitsverlauf an sich verändere.
In der Gesamtschau sei ein Zusatznutzen für Teplizumab als Sprunginnovation in der Indikation Typ-1-Diabetes Stadium 2 angebracht, so das Unternehmen. Die Firma sieht die Verzögerung des Ausbruchs der Erkrankung von zwei Jahren im Median als patientenrelevant an, was einen Zusatznutzen rechtfertige. Ferner weist sie darauf hin, dass sich bei fast 40 Prozent der Studienteilnehmenden auch nach rund 6,7 Jahren noch keine Manifestation der Erkrankung gezeigt habe. Die Entscheidung über den Zusatznutzen von Teplizumab erfolgt durch den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA). Sanofi erwartet diese im August.