| Johanna Hauser |
| 15.09.2026 16:20 Uhr |
Intravenöses Eisen führte häufiger zu Hypophosphatämien; andere relevante Nebenwirkungen oder ein erhöhtes Infektionsrisiko wurden nicht beobachtet. Schwere Komplikationen, Krankenhausverweildauer und Mortalität unterschieden sich dagegen nicht signifikant zwischen den Gruppen. Zu den schweren Komplikationen zählten unter anderem schwere kardiovaskuläre Komplikationen.
Eine nachträgliche Analyse zeigte, dass insbesondere Patienten mit den ungünstigsten postoperativen Verläufen von einer präoperativen Eisengabe profitierten. Dabei handelte es sich um Patienten mit langen Krankenhausaufenthalten, Wiederaufnahmen oder Todesfällen innerhalb von 90 Tagen nach der Operation. Sie verbrachten nach der OP sechs bis neun Tage mehr zu Hause als vergleichbare Patienten der Placebogruppe.
Die Daten belegen nach Einschätzung der Autoren, dass intravenöses Eisen ein wirksamer Bestandteil des Patient Blood Managements in der Herzchirurgie darstellt.