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Schweiz

Interesse an Services in Apotheken gestiegen

Die Coronavirus-Pandemie hat offenbar dabei geholfen, die Dienstleistungen der Schweizer Apotheken bei den Kunden bekannter zu machen. Das zeigt der aktuelle Apothekenmonitor 2021 von Pharmasuisse.
Jennifer Evans
27.07.2021  16:30 Uhr

In der Coronavirus-Pandemie punkten die Apotheken bei den Patienten. Insbesondere das Interesse an den Dienstleistungen wie zum Beispiel Beratungen in abgetrennten Zonen oder Erarbeitung und Aktualisierung eines Medikationsplans ist gestiegen, wie die repräsentative Erhebung des Forschungsinstituts GFS Bern im Auftrag des Apothekerverbands Pharmasuisse belegt. Neben dem Thema Impfungen registrierten die Kunden demnach zuletzt auch weitere Services der Offizinen wie Corona-bezogene Themen.

Dass der Apotheker für jeden als ein unkomplizierter und kostensparender Berater erreichbar ist, bestätigten mehr als 80 Prozent der rund 1000 Befragten ab 18 Jahren. Weiterhin unverändert hoch ist mit mehr als 92 Prozent das Vertrauen in die Pharmazeuten als erste Anlaufstelle, wenn es um Krankheiten mit »normalem Verlauf« geht. Allerdings wandten sich die Schweizer den Umfrageergebnissen zufolge im Corona-Jahr bei leichten Gesundheitsstörungen wie Erkältungen oder Kopfschmerzen insgesamt etwas häufiger an die Ärzte (20 Prozent) als an die Apotheken (16 Prozent). »Dieser Trend ist höchstwahrscheinlich auf die Pandemie zurückzuführen, da leichte Gesundheitsstörungen Symptome des neuen Virus sein könnten«, vermutet der Apothekerverband.

»Dank dem unermüdlichen Engagement der Apothekenteams in der Pandemie mit Impfen und Testen ist es gelungen, die Apotheke noch stärker in der öffentlichen Meinung zu verankern«, freut sich Pharmasuisse-Präsidentin Martine Ruggli. Diesen Gewinn gelte es nun zu nutzen und die Palette an Dienstleistungen zu erweitern. Allerdings ging aus der Erhebung hervor, dass sich über die Abgeltung der Dienstleistungen ein wenig Skepsis breitmachte. »Während eine Mehrheit letztes Jahr damit einverstanden war, dass direkte Medikamenten-Abgaben verrechnet werden, gibt es dieses Jahr keine mehrheitliche Zustimmung für irgendwelche Dienstleistungsabgeltungen, sofern die Apotheke nicht unabhängige Beratungen leistet«, heißt es. 

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