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Auswertung der TK

Immer weniger junge Frauen verhüten mit der Pille

Der Anteil junger Frauen, die mit der Antibabypille verhüten, geht immer weiter zurück. Das zeigt eine Auswertung der Techniker Krankenkasse (TK). Demnach bekam 2020 ein Drittel der weiblichen 14- bis 19-Jährigen die Pille verordnet. Vor fünf Jahren lag der Anteil noch bei 44 Prozent.
PZ
26.10.2021  15:00 Uhr

Besonders stark war der Analyse zufolge der Rückgang bei den 18- und 19-Jährigen – also in den Altersgruppen, die am häufigsten die Pille einnehmen. Bekamen 2015 noch 67 Prozent der 18-jährigen TK-versicherten Frauen mindestens eine Pillenverordnung, waren es 2020 nur noch 50 Prozent. Bei den 19-Jährigen sank im gleichen Zeitraum der Anteil von 72 auf 53 Prozent.

»Wir sehen, dass die Verordnungen seit einigen Jahren kontinuierlich zurückgehen«, sagte Tim Steimle, Apotheker und Fachbereichsleiter Arzneimittel bei der TK, in einer Pressemitteilung. Über die genauen Gründe könne man nur spekulieren. Eine Ursache sei womöglich die Berichterstattung über Pillen der neueren Generation, die insgesamt ein höheres Thromboserisiko aufweisen würden. Die Auswertung zeigt, dass die Anteile der Verschreibungen für Antibabypillen der neueren Generationen etwas zurückgegangen sind. 2020 nahmen knapp 47 Prozent der TK-versicherten Pillenanwenderinnen ein solches Präparat. Auf jeden Fall sei die Aufmerksamkeit für das Thema höher als noch vor ein paar Jahren, so Steimle.

Für die Analyse wurden Routinedaten von TK-Versicherten bis 19 Jahren beziehungsweise ab 2019 bis 21 Jahren ausgewertet. Grund dafür ist, dass die Gesetzliche Krankenversicherung seit Frühjahr 2019 bis zum vollendeten 22. Lebensjahr die Kosten für rezeptpflichtige Verhütungsmittel übernimmt.

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