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COPD

Immer mehr Menschen erkrankt

Die Zahl der Patienten mit chronisch-obstruktiver Lungenkrankheit (COPD) nimmt in Deutschland zu. Das meldet das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung in Deutschland.
Brigitte M. Gensthaler
09.07.2019
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Zwischen 2009 und 2017 stieg die Zahl der COPD-Diagnosen relativ um 25 Prozent. Wurde 2009 bei 5,1 Prozent der Patienten eine COPD diagnostiziert, so stieg der Anteil bis 2016 konstant auf 6,4 Prozent an. 2017 blieben die Zahlen annähernd gleich. Die Zunahme ist sowohl bei Frauen als auch bei Männern zu beobachten. Die Angaben des Zentralinstituts beruhen auf den bundesweiten vertragsärztlichen Abrechnungsdaten des Statistischen Bundesamts.

Die niedrigere Prävalenz bei Frauen führen die Experten vor allem auf den geringeren Anteil an Raucherinnen in früheren Jahren zurück. Aufgrund eines geänderten Rauchverhaltens und einer verbesserten Luftqualität könne man erwarten, dass es langfristig wieder zu einem Rückgang der Erkrankungslast kommen könnte.

COPD ist eine fortschreitende und nicht heilbare Lungenkrankheit, die sich mit typischen Symptomen wie Husten, Atemnot und Auswurf äußert. Es kommt zur Verengung der Atemwege (Obstruktion), die im Krankheitsverlauf meist zunimmt. Rauchen ist der größte Risikofaktor. Die Erkrankung gewinnt ab dem 40. Lebensjahr an Bedeutung und erfordert eine lebenslange Therapie.

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