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Video-Interview Gabriele Regina Overwiening

»Ich hätte gerne eine geeinte ABDA«

Am gestrigen Mittwoch wurde Gabriele Regina Overwiening zur ersten Präsidentin der ABDA gewählt. Kurz nach ihrer Wahl sprach sie im Video-Interview »PZ Nachgefragt« über ihre berufspolitischen Ziele für die kommenden Jahre. Unter anderem will Overwiening erreichen, dass die Apotheker gegenüber der Politik und den Ärzten selbstbewusster auftreten. Aber auch in der Apothekerschaft selbst will sie für mehr Geschlossenheit sorgen.
Benjamin Rohrer
10.12.2020  10:30 Uhr

Ab dem 1. Januar übernimmt Gabriele Regina Overwiening die Leitung der ABDAsie wurde am gestrigen Mittwoch mit sehr großer Mehrheit von den 34 Mitgliedsorganisationen der ABDA gewählt. Im Video-Interview der PZ sprach sie über ihre wichtigsten Ziele der kommenden Monate. Sehr wichtig ist Overwiening der Kampf gegen die Trivialisierung des Arzneimittels. Arzneimittel würden teilweise wie »Lifestyle-Produkte« angeboten – wenn sich dies ändere, werde automatisch auch das Ansehen der Apotheker in der Gesellschaft steigen, erklärte die ABDA-Präsidentin in spe.

Wichtig sei es ihr aber auch, dass sich das Verhältnis der Apotheker zu ihrer Standesvertretung in Berlin wieder verbessere. Unter anderem durch digitale Kommunikationsformate wolle sie dafür sorgen, dass die Apotheker künftig besser sehen, welchen Mehrwert die Gremienarbeit der ABDA für die einzelnen Pharmazeuten habe.

Sehr selbstbewusst will sie das Verhältnis zu den Ärzten leben. Sie schätze die Arbeit der Mediziner sehr. Aber es sei nur gemeinsam, also interprofessionell und ohne Reibungsverluste möglich, die kommenden Aufgaben zu lösen. Beispielsweise wolle sie gemeinsam mit den Ärzten gegen die Trivialisierung der Verschreibungspflicht im Internet entgegenwirken.

Des Weiteren äußerte sich Overwiening zu den Themen E-Rezept, sinkende Apothekenzahl und zur Bewältigung der Pandemie. Hier können Sie das gesamte Video sehen:

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