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Allergie
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Heuschnupfen besser verstehen

Aktuell ist wieder Pollensaison und viele Menschen leiden an Symptomen von Heuschnupfen. Was hilft gegen die allergischen Beschwerden und was sollte man besser sein lassen? Ein Allergologe und ein Augenarzt geben Tipps.
AutorKontaktdpa
AutorKontaktPZ
Datum 27.03.2026  15:00 Uhr
Welche Verhaltenstipps kann ich im Alltag ausprobieren?

Welche Verhaltenstipps kann ich im Alltag ausprobieren?

Die schlechte Nachricht: Pollen finden immer irgendwie den Weg ins Zuhause. Allergiker können daher die Anschaffung eines Luftreinigers erwägen, der die Pollenkonzentration im Raum reduziert. Zusätzlich wird das Zuhause mit folgenden Handgriffen, zu denen der DAAB rät, etwas pollenfreier:

  • Pollenschutzgitter an den Fenstern anbringen. Gut zu wissen: Für einen ausreichenden Luftaustausch muss man dann etwas länger lüften.
  • Bettwäsche und andere Textilien in der Wohnung häufiger waschen als sonst. Vorsicht: Bei starkem Pollenflug hängt man sie aber besser nicht auf die Wäscheleine draußen.
  • Weil sich Pollen auf Möbelflächen und dem Boden ansammeln, macht hier häufigeres Wischen Sinn.
  • Damit möglichst wenig Pollen den Weg ins Bett finden, sollte man sich außerhalb des Schlafzimmers umziehen und am Abend die Haare waschen.

Prüfen sollten Allergikerinnen und Allergiker auch, welche Blumen sie sich ins Haus holen – vor allem, wenn es Feldblumen sind. Wer auf Beifuß reagiert, hat oft auch mit verwandten Pflanzen wie Sonnenblumen oder Goldrute Probleme, erklärt das Portal »Klima Mensch Gesundheit« des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit.

Es gibt zudem Zuberbier zufolge erste wissenschaftliche Erkenntnisse, dass eine ballaststoffreiche, ausgewogene Ernährung bei Allergien von Vorteil ist.

Was muss ich über eine Hyposensibilisierung wissen?

Medikamente behandeln bloß die Symptome. Es gibt mit der Hyposensibilisierung aber eine Behandlung, die an der Ursache ansetzt. Der Plan: Der Körper soll sich an das Allergen gewöhnen, indem er regelmäßig – per Spritze oder als Tropfen unter der Zunge – in Kontakt mit einer geringen Menge davon kommt. Dieser Prozess dauert rund drei Jahre. Mit der Zeit lernt das Immunsystem, beim Kontakt mit Pollen nicht direkt »Alarmstufe Rot« zu signalisieren.

Bei anderen Allergien – etwa gegen Bienen- oder Wespengift – funktioniert eine spezifische Immuntherapie sehr gut, so Zuberbier. Auch bei Heuschnupfen kann die Therapie die Symptome so lindern, dass Betroffene weniger oder keine Medikamente mehr brauchen.

Es gibt allerdings ein »Aber«. »Der Erfolg hängt davon ab, wie gut die Therapie auf die individuelle Allergieausprägung abgestimmt ist«, sagt der Allergologe. »Es gibt zum Beispiel bei der Birke verschiedene Unterallergene, die sollten vorab geprüft werden. Nur dann ist die Hyposensibilisierung mit hoher Wahrscheinlichkeit auch erfolgreich.« Eine Hyposensibilisierung kann also nur gelingen, wenn es vorher eine gute Diagnostik gab.

Letztes Jahr ging es mit dem Heuschnupfen, dieses Jahr ist es  schlimm. Verändert sich meine Allergie? Nicht unbedingt. Meist liegt die Erklärung, warum sich die Pollenallergie gefühlt verändert, eher im Außen. Jede Saison ist anders. »Es hängt von der Menge des Pollenflugs ab, vom Wind, aber auch von der Luftfeuchtigkeit, die wiederum eine Rolle dabei spielt, wie sehr die Pollen platzen und das Allergen freisetzen«, zählt Zuberbier auf.

Übrigens: Wird man auch zu Hause immer wieder von Niesanfällen oder einer verstopften Nase geplagt, gibt es womöglich noch eine weitere Allergie – etwa gegen Hausstaubmilben.

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