Die schlechte Nachricht: Pollen finden immer irgendwie den Weg ins Zuhause. Allergiker können daher die Anschaffung eines Luftreinigers erwägen, der die Pollenkonzentration im Raum reduziert. Zusätzlich wird das Zuhause mit folgenden Handgriffen, zu denen der DAAB rät, etwas pollenfreier:
Prüfen sollten Allergikerinnen und Allergiker auch, welche Blumen sie sich ins Haus holen – vor allem, wenn es Feldblumen sind. Wer auf Beifuß reagiert, hat oft auch mit verwandten Pflanzen wie Sonnenblumen oder Goldrute Probleme, erklärt das Portal »Klima Mensch Gesundheit« des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit.
Es gibt zudem Zuberbier zufolge erste wissenschaftliche Erkenntnisse, dass eine ballaststoffreiche, ausgewogene Ernährung bei Allergien von Vorteil ist.
Medikamente behandeln bloß die Symptome. Es gibt mit der Hyposensibilisierung aber eine Behandlung, die an der Ursache ansetzt. Der Plan: Der Körper soll sich an das Allergen gewöhnen, indem er regelmäßig – per Spritze oder als Tropfen unter der Zunge – in Kontakt mit einer geringen Menge davon kommt. Dieser Prozess dauert rund drei Jahre. Mit der Zeit lernt das Immunsystem, beim Kontakt mit Pollen nicht direkt »Alarmstufe Rot« zu signalisieren.
Bei anderen Allergien – etwa gegen Bienen- oder Wespengift – funktioniert eine spezifische Immuntherapie sehr gut, so Zuberbier. Auch bei Heuschnupfen kann die Therapie die Symptome so lindern, dass Betroffene weniger oder keine Medikamente mehr brauchen.
Es gibt allerdings ein »Aber«. »Der Erfolg hängt davon ab, wie gut die Therapie auf die individuelle Allergieausprägung abgestimmt ist«, sagt der Allergologe. »Es gibt zum Beispiel bei der Birke verschiedene Unterallergene, die sollten vorab geprüft werden. Nur dann ist die Hyposensibilisierung mit hoher Wahrscheinlichkeit auch erfolgreich.« Eine Hyposensibilisierung kann also nur gelingen, wenn es vorher eine gute Diagnostik gab.
Letztes Jahr ging es mit dem Heuschnupfen, dieses Jahr ist es schlimm. Verändert sich meine Allergie? Nicht unbedingt. Meist liegt die Erklärung, warum sich die Pollenallergie gefühlt verändert, eher im Außen. Jede Saison ist anders. »Es hängt von der Menge des Pollenflugs ab, vom Wind, aber auch von der Luftfeuchtigkeit, die wiederum eine Rolle dabei spielt, wie sehr die Pollen platzen und das Allergen freisetzen«, zählt Zuberbier auf.
Übrigens: Wird man auch zu Hause immer wieder von Niesanfällen oder einer verstopften Nase geplagt, gibt es womöglich noch eine weitere Allergie – etwa gegen Hausstaubmilben.