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Neue Protestkampagne 
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Hausärzte fordern Änderungen am GKV-Spargesetz 

Der Hausärztinnen- und Hausärzteverband sieht in dem geplanten GKV-Spargesetz die »größte politische Bedrohung für die hausärztliche Versorgung der letzten zwei Jahrzehnte«. Der Verband hat daher am heutigen Mittwoch eine große Protestkampagne vorgestellt. 
AutorKontaktLukas Brockfeld
Datum 03.06.2026  16:00 Uhr

Sparen bei der Pharmaindustrie?

Auf der Pressekonferenz wurden auch die Ergebnisse einer im Auftrag des Hausärztinnen- und Hausärzteverbands durchgeführten Civey-Umfrage vorgestellt. 96 Prozent der befragten 5000 Bürger gaben demnach an, dass ihnen bei den geplanten Sparmaßnahmen wichtig ist, dass die hausärztliche Versorgung gesichert bleibt. Sparen wollen die Menschen demnach eher bei den Pharmaunternehmen und den Krankenkassen. 

Dieser Forderung konnte auch Nicola Buhlinger-Göpfarth etwas abgewinnen. »2014 lag der Packungspreis für neue Arzneimittel noch bei circa 3000 Euro. 2025 waren es 52.000 Euro. Die Kosten haben sich also fast verzwanzigfacht. Deutschland gehört zu den Ländern mit den höchsten pro Kopf Ausgaben«, erklärte die Ärztin. 

Unter dem Motto »Hausarztpraxen retten« startet der Verband daher eine Protestkampagne. Noch in dieser Woche sollen alle knapp 50.000 hausärztliche Praxen postalisch eine Zusendung mit Plakaten und Infomaterial erhalten. Zusätzlich wurde eine eigene Website, auf der weitere Materialien zum Download bereitstehen, gestartet. Auf den Plakaten und auf der Website findet sich ein QR-Code. Mit diesem können sich die Patientinnen und Patienten direkt per E-Mail an ihre Bundestagsabgeordneten wenden und ihre Meinung zum GKV-Spargesetz mitteilen. 

Markus Blumenthal-Beier äußerte sich optimistisch, dass die Mobilisierung in den Wartezimmern und die Argumente der Ärzteschaft dafür sorgen werden, dass es im Gesetzgebungsverfahren noch zu Anpassungen kommen wird. »Wir werden wie die Löwen kämpfen, um dieses Gesetz noch positiv zu verändern«, versprach der Verbandsvorsitzende. 

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