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Pharmaziemuseum 

»Hauptsache bitter«

Dank der Geschmackspapillen auf der Zunge kann Homo sapiens bittere, meist giftige Speisen von süßen unterscheiden, was ihm häufig das Leben gerettet haben dürfte. Heute gelten viele bittere Lebensmittel als gesund. Herbe Kräuter, bittere Salate und Gemüsesorten bereichern nicht nur den Speiseplan, sondern sorgen auch für das Gleichgewicht im Säure-Basen-Haushalt und einen normalen Cholesterolspiegel.
Ulrike Abel-Wanek
14.09.2020  08:00 Uhr

Vom 1. September bis 1. Dezember 2020 präsentiert das Pharmaziemuseum Brixen Teil sechs einer mehrteiligen Ausstellungsreihe über Kräuter und Gewürze mit dem Titel »Hauptsache bitter!«. Nach süßen, orientalischen oder scharfen Würzstoffen steht nun die Bedeutung von Bitterstoffen für Kulinarik und Gesundheit im Fokus.

Bitterstoffe kommen in fast allen Pflanzen natürlich vor. Sie gehören verschiedenen chemischen Stoffgruppen wie den Alkaloiden oder Glykosiden an. In Mund und Gaumen befinden sich mehr als 20 Rezeptoren für bittere Substanzen. Die Speichelproduktion wird durch bittere Geschmacksnuancen gesteigert, die Bildung von Verdauungssäften angeregt und der Appetit gesteigert. Auch der Heißhunger auf Süßes nimmt ab. »Was bitter im Mund, ist dem Magen gesund«, weiß der Volksmund.

Das Pharmaziemuseum Brixen ist eins von 20 Südtiroler Museen, die an dem vom Museumsverband Südtirol initiierten, zweijährigen Kooperationsprojekt zum Thema »Gesundheit und Ernährung« teilnehmen. Sponsor der zahlreichen Gewürzproben aus aller Welt ist Sternekoch Alfons Schuhbeck.

Das Pharmaziemuseum Brixen ist ganzjährig dienstags und mittwochs von 14 bis 18 und samstags von 11 bis 16 Uhr geöffnet.

www.pharmaziemuseum.it

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