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Erkältung

Halsschmerzen, Husten und Schnupfen lindern

Husten

Zunächst trocken, gereizt und mitunter schmerzhaft, später häufig produktiv mit deutlicher Schleimbildung – so entwickelt sich ein Erkältungshusten oft. Bei belastendem Reizhusten – nicht zuletzt in der Nacht – kann für die Dauer von bis zu sieben Tagen Dextrometorphan empfohlen werden, das zentral am Hustenzentrum wirkt. Efeuextrakt dämpft einerseits den Hustenreiz und steigert gleichzeitig die Surfactant-Bildung. Dadurch erleichtert er auch das Abhusten. Auch eine lokale Linderung des Hustenreizes ist möglich. Hierzu eignen sich Isländisch Moos, Eibisch und Malve.

Zu den Phytotherapeutika mit in randomisierten kontrollierten Studien nachgewiesener Wirksamkeit auf die Dauer und Intensität des akuten Hustens bei Erkältungsinfekten gehören außerdem Arzneimittel mit Cineol, Myrtol, Pelargonium sidoides, Kombinationspräparate aus Efeu und Thymian sowie Primel und Thymian. Bromhexin und sein Metabolit Ambroxol gehören zu den chemisch definierten Wirkstoffen, die die Schleimbildung und dessen Abtransport fördern sowie die Zilienfunktion und damit die Reinigung der Atemwege unterstützen. Ambroxol besitzt außerdem antientzündliche und antioxidative Eigenschaften.

Schnupfen

Nase dicht: Wenn dies durch ein Anschwellen der Schleimhäute bedingt ist, kommen systemische und/oder lokal wirksame Dekongestiva infrage. Wegen eines möglichen Rebound-Effektes sollten lokale Dekongestiva wie Xylometazolin oder Oxymetazolin längstens zehn Tage und möglichst ohne Benzalkoniumchlorid-Zusatz angewendet werden. Bei niedrigeren Konzentrationen und Verzicht auf Konservierungsmittel wie Benzalkoniumchlorid ist das Risiko geringer. Systemische Dekongestiva haben gegenüber einer lokalen Anwendung den Vorteil, dass sie auch im Bereich der Nebenhöhlen wirken, die von einem Spray nicht erreicht werden.

Auch bei ausgeprägten Sekret-Ansammlungen in Nase und Nebenhöhlen geraten lokale Dekongestiva an die Grenzen ihrer Wirkung. Hier eignen sich sekretlösende Arzneimittel. Vor allem Phytopharmaka kommen hier zum Einsatz. Dazu gehören ein patentierter Mischextrakt BNO1016 aus Enzianwurzel, Eisenkraut, Gartensauerampferkraut, Holunderblüten und Schlüsselblumenblüten sowie verschiedene Eukalyptus-Extrakte, zu denen das Mischdestillat ELOM-080 aus Eukalyptus-, Süßorangen-, Myrten- und Zitronellöl sowie 1,8-Cineol gehören.

Nicht-medikamentöse Maßnahmen wie isotonische Salzlösungen in Form von Nasensprays, -tropfen oder -spülungen können zusätzlich zur Standardtherapie bei einer Rhinosinusitis Linderung bringen. Sie können die Anwendungshäufigkeit von Dekongestiva deutlich reduzieren. Die Leitlinie bescheinigt Nasenspülungen mit Salzlösungen außerdem präventive Effekte bei Personen mit Infektneigung. In kleineren Studien belegt ist außerdem die lindernde Wirkung von Inhalationen heißer Dämpfe (38 bis 42 °C).

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