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Erkältung

Halsschmerzen, Husten und Schnupfen lindern

Erkältungen sind zwar harmlos und gehen auch ohne Behandlung vorüber – die Beschwerden können die Betroffenen jedoch deutlich beeinträchtigen. Die Symptome lassen sich gezielt lindern.
Maria Pues
20.01.2021  09:00 Uhr

Husten, Schnupfen, Halsschmerzen – die häufigste Ursache für diese Beschwerden ist eine einfache Erkältung. Allerdings muss man bei diesen Symptomen derzeit auch an eine Infektion mit SARS-CoV-2- oder Influenza-Viren denken. Wie sich die drei Erkrankungen in ihren häufigsten Symptomen unterscheiden, zeigt die Tabelle. Bei Verdacht auf eine Corona-Erkrankung ist ein entsprechender Test angezeigt. Gibt es keine Anzeichen dafür, dass es sich um etwas anderes als eine einfache Erkältung handeln könnte, kommt eine Selbstmedikation zur Linderung der Beschwerden infrage.

Symptom Covid-19 Grippe/Influenza Erkältung
Fieber +++++ +++++ ++
trockener Husten ++++ ++++ ++++
allgemeine Schwäche ++++ ++++ ++
Atemnot ++ +
verstopfte/laufende Nase + +++ +++++
Halsschmerzen ++ +++++ +++++
Kopfschmerzen ++ +++++ +++
Gliederschmerzen ++ +++++ +++
Geruchs- und Geschmacksverlust +++ + +
Magen-Darm-Beschwerden + + +
Ausschlag an Füßen oder Händen +
schwerer Verlauf ++ +
Symptomvergleich im Überblick – Tabelle: Aponet (nach Robert-Koch-Institut, wissenschaftlicher Literatur, Expertenaussagen; Angaben bieten ungefähre Größenordnungen)

Halsschmerzen

Erkältungsviren führen häufig zu einer Entzündungsreaktion im Mund- und Rachenbereich, die sich meist bereits zu Beginn einer Erkältungskrankheit durch eine Rötung, Schwellung und Schmerzen im Bereich der betroffenen Schleimhäute bemerkbar macht. Lokaltherapeutika, die Lokalanästhetika und/oder nicht steroidale Antirheumatika enthalten, können laut S3-Leitlinie zur Symptomlinderung empfohlen werden. Das gilt auch für eine systemische Therapie mit Ibuprofen oder Naproxen.

Keine Empfehlung für diesen Anwendungszweck gibt die Leitlinie Lokalantiseptika und/oder -antibiotika. Antibiotika eignen sich demnach nicht, da Erkältungen zumeist eine virale Ursache haben; gegen Lokalantiseptika spreche, dass diese nur in ausreichend hoher Konzentration und nur an der Schleimhautoberfläche wirken, während sich das Infektionsgeschehen in tieferen Gewebeschichten abspiele. Reizlindernd können Lutschpastillen mit Isländisch-Moos-Extrakt, Hyaluronsäure und Gelbildnern wie Xanthan wirken, die auf der Schleimhaut einen Schutzfilm bilden.

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