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Milliarden-Investitionen
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GSK setzt auf Krebsforschung

Der britische Pharmakonzern GSK hat das US-amerikanische Biotechunternehmen Nuvalent für 10,6 Milliarden US-Dollar übernommen und damit sein Krebsgeschäft gestärkt. Mit dem Rekorddeal will das Unternehmen sein Wachstum sichern und Patentrisiken abfedern.
AutorKontaktAlexandra Amanatidou
Datum 11.06.2026  17:30 Uhr

Rückkehr in die Onkologie 

GSK hatte sich im Jahr 2015 weitgehend aus der Onkologie zurückgezogen. Der Pharmakonzern führte damals mit Novartis einen großen Unternehmensaustausch durch: Novartis übernahm das Onkologie-Portfolio von GSK, einschließlich der Krebsmedikamente Tafinlar und Votrient, für 16 Milliarden US-Dollar (umgerechnet 13,86 Milliarden Euro). Gleichzeitig fasste GSK die rezeptfreien Gesundheitsprodukte von Novartis in einem Joint Venture zusammen. Im Jahr 2018 kaufte GSK den 36,5-prozentigen Anteil von Novartis an diesem Gemeinschaftsunternehmen für 13 Milliarden US-Dollar (umgerechnet 11,28 Milliarden Euro) ab.

Der Strategiewechsel zurück zur Krebsforschung begann unter Miels Vorgängerin Emma Walmsley. Seitdem hat GSK Milliarden in Übernahmen und Lizenzvereinbarungen investiert. Die Nuvalent-Transaktion ist nun der bislang größte Schritt.

Laut Reuters gab es mehrere Interessenten für Nuvalent. Dies teilte eine mit der Angelegenheit vertraute Person der britischen Nachrichtenagentur mit. Demnach habe GSK einen Aufschlag von rund 40 Prozent auf den vorherigen Börsenkurs des Unternehmens gezahlt. Die Quelle sagte Reuters zudem, Nuvalent habe wegen seiner weit entwickelten Krebswirkstoffe seit mindestens 18 Monaten auf den Beobachtungslisten großer Pharmakonzerne gestanden.

Laut dem Nachrichtenportal Wallstreet-Online kommt die Übernahme für GSK zu einem wichtigen Zeitpunkt. In den kommenden Jahren könnten auslaufende Patente die Umsätze wichtiger HIV-Medikamente belasten. Analysten erwarten für das laufende Jahr Arzneimittelumsätze von rund 39,37 Milliarden Euro.

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