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| 24.04.2026 14:30 Uhr |
Die EU-Kommission hatte argumentiert, dass es keine dokumentierten Qualitätsprobleme im Versandhandel gebe. »Das ist kein Beleg für Sicherheit, sondern das direkte Ergebnis fehlender Kontrolle. Was nicht überwacht wird, kann auch nicht als Risiko erkannt werden«, betonen die Phagro-Geschäftsführer. Patientensicherheit beginne nicht erst dann, wenn etwas schiefgegangen ist – sie muss Risiken im Vorfeld ausschließen.
»Unverhältnismäßig« findet der Phagro die geplante Verschärfung überhaupt nicht – im Gegenteil. Die Bundesregierung verfolge mit ihrem Entwurf das Ziel, die Integrität der gesamten Lieferkette sicherzustellen. »Es läuft etwas grundlegend falsch im EU-Binnenmarkt, wenn ausländische Versandhändler faktisch keiner Kontrolle unterliegen, während deutsche Apotheken und Großhandlungen streng reguliert werden. Das ist nicht der europäische Gedanke.«
Der Phagro fordert die Bundesregierung mit Nachdruck auf, die geplanten Änderungen konsequent umzusetzen und die Argumente der EU-Kommission sachlich, aber klar zurückzuweisen.