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Zwischenbilanz für Modellprojekt

Grippeimpfung in der Apotheke erhöht Impfquote

Keine Komplikationen aufgetreten

Der Modellversuch zeigt auch, dass die Impfung in der Apotheke genauso sicher ist wie in der Arztpraxis. »Es sind keine Komplikationen aufgetreten. Die Impfungen in der Apotheke verliefen somit sicher und unkompliziert«, erklärt May und betont: »In Anbetracht einer jährlichen Impflücke von rund 25 Millionen Menschen allein bei der Influenza können die Apotheken aus Versorgungssicht und aus gesundheitsökonomischer Perspektive einen entscheidenden Beitrag leisten, Erkrankungen und Todesfälle zu vermeiden und Kosten im Gesundheitswesen und der Volkswirtschaft einzusparen.«

Das Modellprojekt ist auf zwei Jahre ausgelegt. Da nun weitere Schulungstermine angeboten werden und mehr Impfstoff bestellt wurde, gehen die beteiligten Apothekerverbände davon aus, dass im zweiten Jahr noch deutlich mehr Grippeimpfungen in den Apotheken durchgeführt werden können.

Während in Niedersachsen und im Saarland die Impfungen jeweils im gesamten Bundesland möglich sind, konzentriert man sich in Bayern bislang auf den Regierungsbezirk Oberpfalz. In Nordrhein soll das Projekt nun von den bislang vier Modellregionen Düsseldorf und Umgebung, Essen, Bonn-Rhein-Sieg, Duisburg (Rechter Niederrhein) auf die Regionen Aachen, Bergisch-Land, Köln und Linker Niederrhein ausgeweitet werden. »Wir kommen damit auch dem Wunsch der vielen Bürgerinnen und Bürger nach, die bisher noch keine impfende Apotheke in der Nähe ihres Wohnortes finden konnten, sich aber bereits vielfach danach erkundigt haben«, so Apothekerverband und Vertragspartner AOK Rheinland/Hamburg. 

»Es freut uns, dass wir es den Menschen mit unserem gemeinsamen Impfprojekt nachweislich leichter machen, sich gegen Grippe impfen zu lassen«, betont Günter Wältermann, Vorstandsvorsitzender der AOK Rheinland/Hamburg. »Wir würden es begrüßen, wenn andere Krankenkassen unserem Beispiel folgen und ihren Versicherten die Grippeimpfung in Apotheken ermöglichen.« Im Saarland ist zur nächsten Saison auch die IKK Südwest mit an Bord, sodass sich dort rein rechnerisch 40 Prozent der GKV-Versicherten in der Apotheke impfen lassen könnten.

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