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Gleichpreisigkeit bleibt auf der Agenda

Breiten Raum nahm das Thema Impfen in der Diskussion ein. Das bayerische Modellprojekt zur Grippeimpfung in der Apotheke läuft in der Oberpfalz. Josef Kammermeier vom BAV dazu: »Das Impfen funktioniert. Und wir haben Impfstoffe für unser Modellprojekt.« Der Gegenwind der Ärzte sei aber massiv. Laut Benkert zeigen Erfahrungen in anderen Ländern, dass in Regionen, in denen Apotheker impfen, auch die Zahl der Impflinge in den Arztpraxen steigt.

Angesichts der Knappheit der Influenza-Impfstoffe versicherte Hubmann, dass die »Bayern-Reserve« von 550.000 Impfdosen komplett über die bayerischen Apotheken ausgegeben wird. Der Vertrag sei aber noch nicht finalisiert. »Die Verteilung von Impfstoffen an der Apotheke vorbei ist damit ausgeschlossen.«

Zur Corona-Impfung sollen in Bayern 14 Impfzentren plus mobile Impfteams eingerichtet werden, berichtete Benkert. Angesichts des komplizierten Handlings mit dem tiefgekühlten Biontech-Impfstoff sei ein Probelauf zum konkreten Prozedere dringend erforderlich. Der Bedarf an Personal und Räumlichkeiten für die Umsetzung der Impfung sei sehr hoch. Er könne sich nicht vorstellen, dass dabei die öffentliche Apotheke eingebunden wird. Andere Impfstoffe, die nicht tiefgekühlt werden müssen, seien weniger problematisch im Handling und könnten zunächst in Impfzentren, aber dann wohl auch in Arztpraxen verimpft werden. Hier könnten auch die Apotheker einbezogen werden.

Bei den aktuell priorisierten Gruppen müssten die Apotheker eingebunden werden, forderte Benkert. Seine Prognose: Frühestens Mitte 2021 sei damit zu rechnen, dass Impfstoff für jeden Bürger zur Verfügung steht.

 

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