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Molekulare Unterschiede
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Fünf Varianten von Alzheimer entdeckt

Alzheimer scheint eine heterogene Erkrankung zu sein. Ein Forschungsteam aus den Niederlanden beschreibt fünf verschiedene Formen der Demenzerkrankung, die sich auf molekularer Ebene unterscheiden und vermutlich auch unterschiedlich therapiert werden müssen.
AutorKontaktChristina Hohmann-Jeddi
Datum 11.01.2024  18:00 Uhr
Bedeutung für die Arzneimittelforschung

Bedeutung für die Arzneimittelforschung

Die Ergebnisse könnten für die Arzneimittelforschung von großer Bedeutung sein, heißt es in einer Pressemitteilung des Amsterdam University Medical Center. »Sie bedeuten, dass ein Medikament nur bei einer Variante der Alzheimer-Krankheit wirken könnte. So kann ein Medikament, das die Amyloidproduktion hemmt, bei der Variante mit erhöhter Amyloidproduktion wirksam sein, bei der Variante mit verringerter Amyloidproduktion jedoch schädlich sein«, steht in der Mitteilung.

Ihre Ergebnisse wiesen auf eine molekulare Heterogenität der Alzheimer-Krankheit hin und unterstrichen die Notwendigkeit einer personalisierten Medizin, schreiben die Autoren in der Publikation. Als Nächstes wollen sie untersuchen, ob die unterschiedlichen Alzheimer-Subtypen tatsächlich unterschiedlich auf Arzneistoffe reagieren. Und auch in künftigen Studien sollte die Proteomik beziehungsweise der Subtyp berücksichtigt werden, wenn die Wirkungen und Nebenwirkungen analysiert werden.

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