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Neue Instanz ZEPAI
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Fünf Pharmaunternehmen künftig »pandemiebereit«

Deutschland soll künftig im Pandemiefall besser gewappnet sein. Ab sofort koordiniert das Zentrum für Pandemie-Impfstoffe und -Therapeutika (ZEPAI) im Auftrag des Paul-Ehrlich-Instituts den Aufbau einer resilienten Produktionsstruktur. Pharmaunternehmen können sich für Bereitschaftsverträge zur Impfstoffproduktion bewerben. Die Ausschreibung läuft bereits.
AutorKontaktEv Tebroke
Datum 01.10.2021  16:30 Uhr

Pandemiebereitschaftsverträge 

Während es im Fall der Corona-Pandemie bei den einzelnen Pharmaunternehmen zwischen 9 bis 18 Monate gedauert habe, bis entsprechende Kapazitäten zur Produktion eines Corona-Impfstoffs gestanden hätten, seien Unternehmen, die die Produktionsprozesse bereits kennen, innerhalb von drei Monaten produktionsfähig, so der Impfstoffbeauftragte. Deshalb habe man nun die Idee sogenannter Pandemiebereitschaftsverträge entwickelt. Fünf Pharmaunternehmen sollen sich Krupp zufolge dauerhaft bereithalten, »im Falle eines Falles innerhalb von drei Monaten Impfstoff zu liefern«. Dafür sollen sie eine feste regelmäßige Bereitschaftsgebühr erhalten, deren Höhe noch nicht feststehe.

Die Ausschreibung läuft bereits. Der Vertrag beinhaltet Krupps Angaben zufolge neben der Bereitschaftsverpflichtung auch eine Herstellungs- sowie eine Liefervereinbarung. Den Unternehmen werden offenbar keine Vorgaben gemacht, wie sie die Produktion organisieren sollen. Krupp betonte explizit die »große Freiheit für Unternehmen«. Lediglich die Pandemiebereitschaft soll demnach regelmäßig kontrolliert werden, was dann Aufgabe des ZEPAI sein dürfte. Bewerben können sich nach Angaben des Experten sowohl Vertragshersteller als auch die Originalhersteller selbst. Die Verträge sollen eine Laufzeit von fünf Jahren haben. Die Taskforce, die das Verfahren noch zu Ende führt, hofft auf ein Vergabeergebnis bis Ende 2021.

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