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England

Freiwillige liefern Medikamente aus

In England sollen schon bald freiwillige Helfer im Auftrag der Vor-Ort-Apotheken Arzneimittel ausliefern dürfen. Das berichtet heute das »Pharmaceutical Journal«.
Jennifer Evans
26.03.2020
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Offizinen in England sollen während der Coronavirus-Pandemie auf die sogenannte »Volunteer Army« des Gesundheitsdiensts National Health Service (NHS) zurückgreifen können. Die Armee von Freiwilligen soll demnach Apotheken dabei helfen, Patienten Arzneimittel nach Hause zu bringen.

Organisiert sind die Helfer über eine App namens »Good Sam«. Nach NHS-Angaben funktioniert das neue System so: Anhand der Postleitzahl ermittelt die App, welcher Freiwillige sich gerade in der Nähe befindet. Entsprechend wird die Anfrage der Offizin dann an diese Person gesendet. Ausgeschlossen für Lieferungen auf diesem Wege seien jedoch Betäubungsmittel, heißt es. All jene Medikamente, die aus irgendeinem Grund nicht vom Patienten in Empfang genommen werden können, muss der Bote wieder zurück in die Apotheke bringen, die ihm den Auftrag erteilt hat.

Apotheker, die Bedenken in Hinblick auf einen bestimmten Helfer haben, könnten sich bei den Verantwortlichen für das nationale Freiwilligen-Programm melden, heißt es in dem Bericht. Die britische Regierung hatte kürzlich angekündigt, den NHS im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie mit 250.000 Freiwilligen unterstützen zu wollen. Die Teilnehmer des Programms sind demnach vorab überprüft worden.

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