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Rote-Hand-Brief

Fosfuro® nicht zur antibiotischen Prophylaxe bei Prostatabiopsie

Das Fosfomycin-haltige Antibiotikum Fosfuro® ist nicht zur perioperativen Antibiotikaprophylaxe bei transrektaler Prostatabiopsie bei erwachsenen Männern zugelassen. Darauf weist ein aktueller Rote-Hand-Brief hin.
Laura Rudolph
23.05.2022  12:00 Uhr

Durch einen Verfahrensfehler gelangte die Indikation irrtümlich in die Produktinformationstexte des Präparates und wird nun gestrichen. Da keine Zulassung für die Indikation besteht, sollte das Präparat in diesem Fall entsprechend nicht angewendet werden. Dies teilte der Zulassungsinhaber Apogepha Arzneimittel am vergangenen Freitag in Abstimmung mit dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) in einem Rote-Hand-Brief mit.

Bei Fosfuro handelt es sich um ein Granulat zum Herstellen einer Lösung zum Einnehmen als Einmalgabe. Das Präparat enthält insgesamt 3000 mg Fosfomycin als Fosfomycin-Trometamol. Das Epoxid-Antibiotikum mit breitem Wirkspektrum gegen grampositive sowie gramnegative Erreger kommt etwa bei unkomplizierten Harnwegsinfektionen bei Frauen und weiblichen Jugendlichen zum Einsatz.

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