Empört zeigt sich der Verband zudem darüber, dass die Politik ihr eigenes Versprechen bricht: »Die einstige Zusage einer Anhebung des Fixums auf 9,50 Euro als Soforthilfe wird weiter verschleppt und offenbar im Zuge neuer Vereinbarungen mit der Union geopfert.« Hänel bezieht sich hier auf die Empfehlungen der Finanzkommission, die Honorarerhöhung für Apotheken nicht wie im Koalitionsvertrag versprochen sofort, sondern nur schrittweise über einen längeren Zeitraum anzuheben.
Dass man der Apothekerschaft nun vorwerfe, die Menschen zu verunsichern, sei das Eingeständnis einer Politik, »die das Vertrauen der Leistungserbringer längst verspielt hat«, so Hänel abschließend.
Die Freie Apothekerschaft fordert die SPD-Fraktion nach eigenen Angaben auf, die Diffamierung engagierter Heilberufler zu unterlassen, verlässliche finanzielle Rahmenbedingungen zu schaffen und endlich die Soforthilfe des Koalitionsvertrages umzusetzen.