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Umstrittene Abwasserrichtlinie 
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EU-Parlament fordert Aussetzung von KARL

Die kommunale Abwasserrichtlinie KARL verpflichtet Pharmaunternehmen dazu, sich an den Kosten für den Ausbau von Kläranlagen zu beteiligen. Die Pharmaindustrie kritisiert das scharf und bekam am Donnerstag Unterstützung vom EU-Parlament. 
AutorKontaktLukas Brockfeld
Datum 19.06.2026  13:40 Uhr
»Lobbygeschenk auf Kosten der Kommunen«

»Lobbygeschenk auf Kosten der Kommunen«

Doch es gibt auch Kritik an der Resolution. So spricht die EU-Abgeordnete Jutta Paulus (Bündnis 90/die Grünen) von einem »Lobbygeschenk auf Kosten der Kommunen«. »Für sauberes Wasser brauchen wir klare Regeln und wer Wasser verschmutzende Produkte verkauft, sollte für die Reinigung aufkommen«, sagte Paulus. Aktuell müssten die Trinkwasserversorger Millionen aufwenden, um Spurenstoffe aus dem Wasser zu entfernen. 

»Konservative senden im Schulterschluss mit Rechten ein verheerendes Signal an Städte, Gemeinden, Trink- und Abwasserversorger und Bürgerinnen und Bürger. Ohne klare Regeln für die kommunale Abwasserentsorgung bleiben die Bürgerinnen und Bürger auf den Kosten für die Wasserverschmutzung durch Produkte der Pharma- und Kosmetikindustrie sitzen«, klagt die Abgeordnete. Die Resolution schaffe Unsicherheit und treffe vor allem die kommunalen Unternehmen sowie die Bürgerinnen und Bürger. 

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