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Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Ester einer Omega-3-Fettsäure soll Risiko senken

Der Ausschuss für Humanarzneimittel der Europäischen Arzneimittelagentur EMA schlägt vor, Icosapent-Ethyl, einen Ester der Omega-3-Fettsäure Eicosapentaensäure, zuzulassen. Er soll das kardiovaskuläre Risiko von gefährdeten Personen reduzieren.
Sven Siebenand
04.02.2021  11:58 Uhr

Icosapent-Ethyl ist in dem Präparat Vazkepa® der Firma Amarin Pharmaceuticals Ireland enthalten. Die Weichkapseln à 998 mg Wirkstoff sollen das Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse bei erwachsenen mit einem Statin behandelten Patienten verringern, wenn bei ihnen erhöhte Triglycerid-Werte (≥ 150 mg/dl) und eine bereits bestehende Herz-Kreislauf-Erkrankung vorliegen oder wenn sie zusätzlich zu den erhöhten Triglycerid-Werten an Diabetes erkrankt sind und mindestens einen weiteren kardiovaskulären Risikofaktor aufweisen.

Die Wirkmechanismus von Icosapent-Ethyl ist laut EMA wahrscheinlich multifaktoriell. So verbessere sich das Lipoprotein-Profil durch die Reduktion von Triglycerid-reichen Lipoproteinen. Hinzu kämen zum Beispiel entzündungshemmende und antioxidative Wirkungen, eine Verringerung der Makrophagen-Akkumulation, eine verbesserte Endothelfunktion und Thrombozytenaggregations-hemmende Eigenschaften.

Das Risiko von kardiovaskulären Ereignissen, etwa Herzinfarkt und Schlaganfall, konnte mit Vazkepa im Vergleich zu Placebo gesenkt werden. Zu diesem Ergebnis kam eine Studie mit mehr als 8000 Teilnehmern, in der die Probanden der Verumgruppe zweimal täglich 2 g Icosapentyl-Ethyl einnahmen. Die häufigsten unter Vazkepa beobachteten Nebenwirkungen sind Blutungen, periphere Ödeme, Vorhofflimmern, Verstopfung, muskuloskelettale Schmerzen, Gicht und Hautausschlag.

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