Pharmazeutische Zeitung online Avoxa
whatsApp instagram facebook bluesky linkedin xign

Tricks fürs Älterwerden
-
Ein schweres Leben leichter empfinden

Mit den Jahren kann das Leben schwerer werden. Doch es muss sich nicht so anfühlen. Ein Altersstratege erklärt, wie in schwierigen Zeiten Leichtigkeit entstehen kann. Oft beginnt sie genau dort, wo wir es am wenigsten erwarten.
AutorKontaktPZ
AutorKontaktdpa
Datum 21.04.2026  14:30 Uhr

Rituale und Nichtstun feiern

1. Rituale bewusst erleben: Der Kaffee am Morgen auf dem Balkon, der kleine Spaziergang am Nachmittag: Wiederkehrende Rituale schulen uns, auf uns und unsere Umgebung zu achten – und Veränderungen wahrzunehmen. Welche Vögel sitzen da heute im Baum? Wie schmeckt mir der Kaffee heute? Dadurch entsteht eine Präsenz im Moment.

2. Nichtstun üben: In vielen von uns steckt der Glaubenssatz: Ich darf bloß nicht faul sein! Doch: »Nur wenn wir aufhören, ständig etwas erreichen zu wollen, kann Leichtigkeit überhaupt erst entstehen. Es geht nicht um ein Ziel oder Output«, sagt Kasper.

Die extreme Variante davon hat er sich für seinen eigenen Ruhestand vorgenommen: »Ich wollte lernen, einfach mal eine Weile in die Luft zu gucken.« Es geht also um ein zweckloses Dasein – für das es übrigens in den Niederlanden einen eigenen Begriff gibt: »niksen«.

Versinken und tanzen

3. Nach dem Flow-Gefühl suchen: Ob tanzen, stricken, schrauben, malen: Vergessen wir bei einer Tätigkeit alles um uns herum und erst recht die Zeit, sind wir in einem Flow-Zustand. Auch der ist eng mit Leichtigkeit verbunden. »Ich konzentriere mich dann nämlich voll auf eine einzige Sache«, so Kasper.

Was für eine Sache das genau sein kann? Das lässt sich mit einem Blick in die eigene Kindheit herausfinden. Worin ist man damals stundenlang versunken? Diese Aktivität kann man sich nun – auch nach einer jahrzehntelangen Pause – wieder vornehmen.

4. Mit der Körperhaltung arbeiten: »Wenn sich Menschen so richtig leicht fühlen – egal in welchem Alter – fangen sie wieder an, zu hüpfen«, beobachtet Kasper. Grazil wie ein Reh über eine Wiese zu springen, ist mit Arthrose und Co. womöglich nicht mehr drin. Aber schwingende, tänzelnde Bewegungen und zu einem Lächeln hochgezogene Mundwinkel sind vielleicht möglich.

Kasper gibt daher den Impuls, mit dem eigenen Körper zu arbeiten – und ihn bewusst zu bewegen und aufzurichten. »Tanzen und Co. können Erinnerungen aktivieren an Momente voller Leichtigkeit in unserem Leben.«

Mehr von Avoxa