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Tricks fürs Älterwerden
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Ein schweres Leben leichter empfinden

Mit den Jahren kann das Leben schwerer werden. Doch es muss sich nicht so anfühlen. Ein Altersstratege erklärt, wie in schwierigen Zeiten Leichtigkeit entstehen kann. Oft beginnt sie genau dort, wo wir es am wenigsten erwarten.
AutorKontaktPZ
AutorKontaktdpa
Datum 21.04.2026  14:30 Uhr
Ein schweres Leben leichter empfinden

Wir alle haben unser Päckchen zu tragen – und gerade im Alter kann das auch mal etwas schwerer ausfallen. Etwa, wenn gute Freunde oder auch der Partner verstorben sind. Oder man selbst wortwörtlich schmerzlich feststellt, dass einem der eigene Körper Grenzen setzt.

Bleibt da noch Raum für Leichtigkeit, Heiterkeit, Unbekümmertheit? »Ja«, sagt Pädagoge und Buchautor Bertram Kasper. Leichtigkeit ins Leben einziehen zu lassen, fällt manchen Menschen leichter, manchen schwerer. »Das hat viel mit dem Blick auf sich selbst zu tun«, sagt er. »Und auch damit, wie man auf Entwicklungen schaut, die das Alter mit sich bringt und die natürlich schwierig sein können.«

Sein Ansatz: Altern als »ständige Akzeptanzübung« zu betrachten. Erkennen wir unsere Realität an und schmieden wir einen Plan, wie wir das Beste aus ihr machen können, passiert nämlich etwas Entscheidendes. Wir bleiben nicht im inneren Widerstand, sondern lassen los. »Eine Voraussetzung für Leichtigkeit«, so Kasper, der sich selbst als Altersstratege bezeichnet.

Muster überwinden lernen

Manchmal raubt uns auch der Blick in die Vergangenheit die Chance auf Leichtigkeit, etwa, wenn das Gehirn endlose »Was wäre gewesen, wenn?«-Schleifen dreht. Hier kann das Konzept der »Ich-Integrität« des deutsch-amerikanischen Entwicklungspsychologen Erik Erikson (1902-1994) hilfreich sein.

Es beschreibt einen Zustand, in dem man wohlwollend auf sein Leben zurückschaut und zugleich anerkennt, dass Dinge nicht immer gut gelaufen sind. Kasper nennt ein Beispiel: »Man kann anerkennen, dass man nicht immer ein guter Vater war, weil man zu viel gearbeitet hat. Aber man macht sich klar: Ich habe mein Bestes gegeben.«

Akzeptieren, loslassen, nett zu sich selbst sein: All das hilft dabei, Leichtigkeit ins Leben einzuladen. Leicht fühlen wir uns in Augenblicken, in denen wir präsent sind, unser Kopf also nicht in Vergangenheit oder Zukunft hängt. Doch nicht jeder kann Muster, die sich über Jahrzehnte gefestigt haben, so einfach überwinden. Besteht ein Leidensdruck, ist psychotherapeutische Unterstützung sinnvoll.

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