| Daniela Hüttemann |
| 14.01.2026 16:30 Uhr |
Beispiel einer Packung in italienischer Aufmachung, wie sie nun in Deutschland in den Verkehr gebracht wird. / © Sanofi
Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) hat Zulassungsinhaber Sanofi gestattet, den Grippeinpfstoff Efluelda® in italienischer Kennzeichnung in Deutschland in den Verkehr zu bringen. Die Erlaubnis gilt bis zum 30. April. Denn die für den deutschen Markt vorgesehen Efluelda-Dosen sind aufgrund der hohen Nachfrage bereits abverkauft.
Die nun importierfähigen Efluelda-Dosen sind pharmazeutisch identisch mit dem in deutscher Sprache gekennzeichneten Produkt, teilte das PEI mit. Sie unterscheiden sich lediglich in den Packmitteln. Die deutschsprachige Packungsbeilage (Gebrauchsinformation) sowie die Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels (Fachinformation) stellt das PEI auf seiner Website zur Verfügung. Über das Einscannen des QR-Codes auf der Faltschachtel gelangen Anwenderinnen und Anwender zudem auf die Efluelda-Landingpage, über die ebenfalls der Zugriff auf die deutsche Fach- und Gebrauchsinformation möglich ist. Die Einzel- und Zehnerpackungen haben die Pharmazentralnummern 19403485 beziehungsweise 02037622.
Am 21. Dezember 2025 hatte das PEI gemeldet, es gebe Berichte über regionale Engpässe bei den saisonalen Grippeimpfstoffen, sah aber keine flächendeckende Knappheit. Man sei im Austausch mit den Herstellern, um die Situation zu analysieren und mögliche Maßnahmen zur Sicherstellung der Versorgung zu treffen. Dies dürfte nun eine dieser angekündigten Maßnahmen sein.
Laut PEI wurden für diese Grippesaison etwas weniger Impfdosen vorbestellt als in der Vorsaison. Dementsprechend hatten die Hersteller geringere Produktionsmengen für den deutschen Markt eingeplant. In dieser Saison wurden dann tatsächlich etwas weniger Impfdosen (alle Influenza-Impfstoffe) freigegeben als in der Vorsaison und deutlich weniger als in der Saison 2023/2024 oder gar 2022/2024. Bis zum 4. Januar dieses Jahres waren es rund 19,3 Millionen Dosen.
Der genaue Verlauf einer Grippesaison ist im Vorhinein nicht abzusehen. Diesen Herbst/Winter fing die Grippewelle mit der Kalenderwoche 48 verhältnismäßig früh an, zudem gibt es eine neue Influenza-H3N2-Subklade, gegen die die aktuellen Impfstoffe aber nach bisheriger Einschätzung ausreichend wirksam sind. In der Vorsaison war die Grippewelle erst im Januar gestartet. Laut GrippeWeb ist die Influenzaviruslast nun im Abwasser in den vergangenen Wochen deutlich angestiegen.
Insgesamt hatten in der ersten Januarwoche 5,0 Millionen Personen in Deutschland eine neu aufgetretene akute Atemwegserkrankung (ARE). Damit befinde sich die ARE-Inzidenz aktuell auf einem niedrigen Niveau. Zum Teil meldeten einige Krankenhäuser in Deutschland jedoch eine hohe Belastung aufgrund von Influenzafällen.