| Daniela Hüttemann |
| 14.01.2026 16:30 Uhr |
Um rechtzeitig geschützt zu sein, sollten sich vor allem Risikogruppen für schwere Influenzaerkrankungen zwischen Oktober und Mitte Dezember impfen lassen. Wer das noch nicht getan hat und zu einer Risikogruppe gehört, kann sich durchaus noch impfen lassen, da die Grippeaktivität bis in den Mai gehen kann. Es geht vor allem darum, sich vor schweren Verläufen zu schützen.
Bis die Impfung ihre volle Schutzwirkung entfaltet, dauert es etwa 10 bis 14 Tage. Der Schutz hält die gesamte Saison, auch wenn schon im Oktober geimpft wurde.
Mitten in der Grippesaison ist vor der nächsten Saison: Im SGB V heißt es: »Die Kassenärztliche Bundesvereinigung meldet bis zum 15. Januar eines Kalenderjahres den Bedarf an saisonalen Grippeimpfstoffen auf Grundlage der durch die Vertragsärztinnen und Vertragsärzte geplanten Bestellungen an das Paul-Ehrlich-Institut; die für die Wahrnehmung der wirtschaftlichen Interessen gebildete maßgebliche Spitzenorganisation der Apotheker meldet bis zum 15. Januar eines Kalenderjahres den Bedarf an saisonalen Grippeimpfstoffen, die zur Anwendung durch die Apotheken vorgesehen sind, auf Grundlage der durch die Apotheken geplanten Bestellungen an das Paul-Ehrlich-Institut.«
Der Stichtag ist also am morgigen Donnerstag. Apotheken müssen die Mengen, die sie selbst verimpfen wollen, über eine Abfrage des Deutschen Apothekerverbands melden. Daraufhin prüft das PEI den übermittelten Bedarf unter Berücksichtigung einer zusätzlichen Reserve von 10 Prozent. Aufgrund dieser Daten kalkulieren die Impfstoffhersteller dann ihre Produktion. Sie dauert mindestens vier bis sechs Monate und beginnt noch, bevor die WHO und europäische Behörde ECDC die genaue Zusammensetzung der Antigene spezifizieren. Eine Nachproduktion ist nicht möglich.