| Laura Rudolph |
| 14.04.2026 18:00 Uhr |
Die Auswertung ergab eine vergleichbare Mortalität nach 30 Tagen, die nach kürzerer Behandlung sogar 11 Prozent niedriger ausfiel als nach längerer (relatives Risiko: 0,89); ebenso war das Risiko für das Aufsuchen einer Notaufnahme etwas geringer (relatives Risiko: 0,94). Dagegen hatten Patienten, die maximal vier Tage mit Antibiotika therapiert wurden, ein 7 Prozent höheres Risiko für eine erneute Hospitalisierung als nach längerer Behandlung. Das Risiko für eine Infektion mit dem Bakterium Clostridium difficile war in beiden Gruppen nahezu gleich (1 Prozent höher bei Kurztherapierten).
Insgesamt sprechen diese Ergebnisse dafür, dass eine drei- bis viertägige Antibiose bei klinisch stabilen Patienten mit einer unkomplizierten Pneumonie ähnlich sicher und effektiv ist als eine längere. Als Limitationen benennen die Autoren die relativ geringe Zahl der Patienten, die verkürzt behandelt wurden, sowie mögliche Verzerrungen durch nicht kontrollierbare Störfaktoren.