| Ev Tebroke |
| 02.09.2026 12:05 Uhr |
Im Amt bestätigt: Jens Dobbert, seit 2012 Präsident der Landesapothekerkammer Brandenburg, wird auch in den nächsten fünf Jahren an der Spitze der Kammer stehen. / © PZ/Tebroke
Jens Dobbert kann sich über starken Rückhalt der Apothekerschaft in Brandenburg freuen. Auf der heutigen konstituierenden Kammerversammlung in Potsdam wurde der bisherige Präsident der Landesapothekerkammer einstimmig erneut an der Spitze bestätigt. Dobbert, seit 2012 Präsident der Landesapothekerkammer Brandenburg, übernimmt damit die vierte Legislaturperiode bis 2031.
Auch im Präsidium sind bekannte Gesichter vertreten: Katrin Wolbring, bislang 2. Vizepräsidentin, wurde einstimmig zur 1. Vize gewählt. Den bisherigen 1. Vize Hansjörg Fabritz wählten 43 der 44 anwesenden Kammermitglieder zum 2. Vizepräsidenten – eine Stimme war ungültig.
Dobbert bedankte sich für das einstimmige Votum und das ihm entgegengebrachte Vertrauen. Bereits eingangs hatte er die Wichtigkeit einer lebendigen Selbstverwaltung betont und für die nächsten fünf Jahre an die Kammerversammlung appelliert: »Streiten Sie für die Sache, für die Kolleginnen und Kollegen und für einen starken pharmazeutischen Berufsstand.« Am Ende solle man sich stets sagen können: »Wir haben nicht nur verwaltet, sondern wir haben gestaltet«, so seine Maxime.
Mit Blick auf die beschlossene Apothekenreform unterstrich er, der Berufsstand habe politisch viel erreicht. Ausblickend erklärte er: »Wir stehen weiterhin vor Jahren, in denen wir viel bewegen müssen.« Hier nannte er unter anderem den Fachkräftemangel und die damit verbundene notwendige Schaffung attraktiver Arbeitsbedingungen, Bürokratieabbau sowie die Möglichkeit einer verbindlichen Position eines Stationsapothekers in Kliniken, wie es in Niedersachsen bereits der Fall ist. Hier wolle man mit der Politik in den Austausch gehen.
Auch die Etablierung eines Studiengangs Pharmazie in Brandenburg steht weiterhin auf der Agenda von Dobbert. Für diesen Punkt kämpft die Kammer bereits seit vielen Jahren. »Ein Umsetzungskonzept liegt bereits seit Längerem vor«, so Dobbert. Es liege an der Politik, dies nun endlich auch umzusetzen.
Bei der Vorstandswahl wurden heute neben dem Präsidium auch folgende acht neue Beisitzer gewählt: Knut Hanika, Ulrike Mahr, Josephine Prietz, Alexandra Dreher, Karen Pank, Anke Nedwed, Tobias Störmer, Ana-Maria-Cristina Raicu.