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Stiftung Warentest
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dm-Versandapotheke wälzt Beratung auf »Arzt oder Apotheker« ab

Stiftung Warentest hat eine Probebestellung bei der neuen Versandapotheke des Drogerieriesen dm getätigt – und hält die pharmazeutische Beratung für verbesserungsfähig. Denn die Online-Apotheke erkennt demnach zwar eine Wechselwirkung, verweist zur Beratung aber an Arzt oder Apotheker.
AutorKontaktPZ
Datum 31.03.2026  15:00 Uhr

Keine Beanstandung bei Versand und Datenschutz

Mit der Logistik ist Stiftung Warentest soweit zufrieden: Auswählen, Bestellen und Bezahlen funktionierten reibungslos; die Bestellungen kamen innerhalb von zwei bis drei Tagen an, Kosmetika und Medikamente teils getrennt – die Produkte konnten sogar »problemlos« und portofrei zurückgesendet werden. Der Datenschutz sei in Ordnung, wenn die dm-App auch vergleichweise simple Passwörter zulasse. Eine Rüge gab es jedoch: Auf den gelieferten Medikamenten-Päckchen fehlten Aufdrucke, die vor einer Abgabe an Minderjährige oder Nachbarn warnen.

Und die Preise? Die Stichprobe von Stiftung Warentest für drei nicht genannte Produkte an den drei Stichtagen lagen demnach 36 bis 68 Prozent unter der Lauer-Taxe. Die Versandkosten in Höhe von 4,95 Euro seien allerdings zu berücksichtigen, sodass sich vor allem bei größeren Bestellungen Preisvorteile ergeben würden – ein fragwürdiger Hinweis angesichts von Arzneimitteln. Zwar lässt sich der Einkauf auch mit normalen Drogerieartikeln kombinieren – doch auch das findet zumindest die Wettbewerbszentrale fragwürdig und hat gegen das Geschäftsmodell geklagt.

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