| Lukas Brockfeld |
| 21.10.2026 15:30 Uhr |
Sylvia Thun ist eine der Hauptautorinnen der Studie. Beim Pressegespräch am Mittwoch betonte die Professorin, dass man nicht einfach ineffiziente analoge Prozesse digitalisieren dürfe. »Man muss sich den Gesamtprozess anschauen und dann erst digitalisieren. Eventuell müssen dafür auch die Vorgaben verändert werden. Wir wollen die Versorgung verbessern, schauen, was die Digitalisierung dem Einzelnen und der Gesamtheit bringt, und prüfen, welche Daten wir dafür benötigen.« Bei vielen Digitalanwendungen sei kaum bekannt, wie gut diese wirklich funktionieren. Daher müsse man dringend mehr Evidenz erzeugen.
»In der politischen und gesellschaftlichen Diskussion über die Digitalisierung stehen häufig Effizienz und Innovation im Mittelpunkt. Diese sind zweifellos wichtige Maßstäbe, aber ebenso wichtig ist es, die Digitalisierung zukünftig systematisch unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten zu bewerten und voranzutreiben«, sagte auch Anne-Kathrin Klemm. Die neue Studie solle dazu eine faktenbasierte Diskussion anstoßen.