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Coronavirus-Schutz

Die wichtigsten Hygieneregeln

In Deutschland nehmen die Infektionen mit dem neuen Erreger SARS-CoV-2 zu. Jeder Einzelne kann etwas tun, um die Ausbreitung zu reduzieren, indem er grundlegende Hygieneregeln einhält. Hier noch einmal die wichtigsten Maßnahmen.
Christina Hohmann-Jeddi
28.02.2020
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Das oberste Gebot ist, sich regelmäßig und richtig die Hände zu waschen. Dies sollte immer erfolgen, wenn man nach Hause kommt, wenn man eine Toilette benutzt hat, nach dem Husten, Niesen oder Naseputzen sowie vor der Zubereitung von Speisen und vor den Mahlzeiten. Die Hände sollte man auch immer waschen, wenn man Kontakt mit Kranken hatte.

Dabei sollten die Hände gründlich gewaschen werden: Hierfür sind die Hände unter fließendes Wasser zu halten, dann für 20 bis 30 Sekunden sorgfältig mit Seife einzureiben und anschließend unter fließendem Wasser gründlich abzuwaschen. Danach sollten sie mit einem sauberen Tuch getrocknet werden. Eine wichtige Maßnahme ist auch, die Hände aus dem Gesicht fernzuhalten. Wie Professor Dr. Lars Schaade, Vizepräsident des Robert-Koch-Instituts (RKI) in Berlin am Freitag auf einer Pressekonferenz erklärte, fasse sich jeder Mensch täglich etwa 200 Mal unwillkürlich ins Gesicht. Wenn man mit kontaminierten Fingern Schleimhäute an Auge, Mund oder Nase berührt, können Erreger übertragen werden. »Man kann aber trainieren, sich nicht ins Gesicht zu fassen«, so Schaade. Insgesamt ist es hilfreich, den Händekontakt mit anderen Menschen zu reduzieren.

Ebenfalls wichtig ist, auf Husten- und Niesetikette zu achten. Husten und Niesen sollte man am Besten in ein Taschentuch oder in die Armbeuge. Dabei sollte man sich von anderen Menschen Abstand halten und sich wegdrehen. Für das Naseputzen sollte man Einmaltaschentücher verwenden und diese möglichst sofort nach einmaliger Benutzung in dicht schließende Müllbehältern entsorgen. Anschließend sind wieder die Hände zu waschen.

Von erkrankten Personen sollte man etwa ein bis zwei Meter Abstand halten. Enge Kontakte sind zu vermeiden. Wer krank ist, sollte zuhause bleiben. Das gilt nicht nur für das Coronavirus, sondern für alle akuten Atemwegsinfektionen. 

Was nicht empfohlen wird

Desinfektionsmittel im Alltag zu Hause empfiehlt das RKI nicht, betonte Schaade. Bei SARS-CoV-2 handele es sich um ein behülltes Virus, das durch gründliches Händewaschen wirksam beseitigt wird. Eine Händedesinfektion sei nicht nötig und eine Flächendesinfektion im Haushalt auch nicht, wenn sich dort kein Erkrankter aufhält. Auch das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in der Öffentlichkeit wird nicht empfohlen. »Man hat das mehrfach untersucht, es gibt keine Evidenz, dass das vor Ansteckungen schützt«, so Schaade. Sinnvoll ist das Tragen einer solchen Mund-Nasen-Schutzes für Infizierte, um die Erreger nicht weiter zu verteilen, und für Personen, die sich um Erkrankte kümmern.

Die wichtigsten Hygieneregeln wie im Folgenden gezeigt sind auf der Website www.infektionsschutz.de der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zusammengefasst und als PDF abrufbar.

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