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USA an der Spitze
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Die umsatzstärksten Unternehmen und Medikamente des Jahres 2025

Im vergangenen Jahr kamen die wichtigsten Medikamente und Pharmaunternehmen aus den Vereinigten Staaten – das zeigt eine neue Analyse von Evaluate Pharma. Besonders bei den Diabetes- und Adipositas-Medikamenten war der Markt 2025 in Bewegung. 
AutorKontaktManfred Schubert-Zsilavecz
Datum 24.03.2026  09:00 Uhr
Die umsatzstärksten Unternehmen und Medikamente des Jahres 2025

Mit Blick auf die aktuellen Diskussionen über die Kosten für patentgeschützte Arzneimittel in Deutschland lohnt sich auch ein Blick auf die weltweit umsatzstärksten Pharmaunternehmen und deren Blockbuster.

Wie eine aktuelle Analyse von Evaluate Pharma deutlich macht, erzielte das amerikanische Unternehmen Eli Lilly im Jahr 2025 einen Umsatz von 60,8 Milliarden US-Dollar und kletterte damit an die Spitze der Unternehmensrangliste nach Umsatz mit verschreibungspflichtigen Medikamenten. Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Umsatz um beträchtliche 20 Milliarden Dollar, was einem Zuwachs von 49 Prozent entspricht.

Die Tatsache, dass Eli Lilly im Jahr 2024 noch nicht unter den Top Ten der umsatzstärksten Unternehmen vertreten war, macht deutlich, welchen gewaltigen Sprung das Unternehmen innerhalb eines Jahres geschafft hat. Dieses beachtliche Wachstum begründet sich auf den durchschlagenden Erfolg von Tirzepatid für die Behandlung von Typ-2-Diabetes und Adipositas.

Auf dem zweiten Platz lag mit Johnson & Johnson (J&J) ein weiteres amerikanisches Pharmaunternehmen mit einem Umsatz aus Rx-Medikamenten von 59,3 Milliarden Dollar. Obwohl dies einen Anstieg von 3,6 Milliarden Dollar (6 Prozent) gegenüber 2024 bedeutet, wurde das Unternehmen aufgrund des rasanten Aufstiegs von Lilly von Platz 1 verdrängt, den es 2023 und 2024 innegehabt hatte.

Darzalex (Daratumumab), ein gegen CD38 gerichteter monoklonaler Antikörper (mAb) zur Behandlung des multiplen Myeloms, und Tremfya (Guselkumab), ein gegen IL-23 gerichteter mAb zur Behandlung von Autoimmunerkrankungen, waren die größten Wachstumstreiber von Johnson & Johnson und trugen dazu bei, einen erheblichen Umsatzrückgang beim gegen IL-12/23 gerichteten mAb Stelara (Ustekinumab) zur Behandlung von Autoimmunerkrankungen auszugleichen.

Amerikanische Dominanz 

Nach Eli Lilly war Sanofi das Unternehmen mit dem zweitgrößten Wachstum im Jahr 2025. Das französische Unternehmen verzeichnete einen Umsatz von 49 Milliarden US-Dollar, was einem Anstieg von 4,9 Milliarden US-Dollar (11 Prozent) gegenüber 2024 entspricht. Trotz dieses Wachstums blieb Sanofis Rangposition mit Platz neun unverändert. Erneut war Dupixent (Dupilumab), ein gegen IL-4/13 gerichteter mAb zur Behandlung von atopischer Dermatitis, Asthma und anderen Immunerkrankungen, der große Wachstumsmotor des Unternehmens und steuerte gegenüber 2024 ein Umsatzplus von 3,6 Milliarden US-Dollar bei.

Die Zahlen verdeutlichen die Dominanz amerikanischer Pharmaunternehmen und die Stärke der Schweiz mit den Unternehmen Roche und Novartis. Aus europäischer und deutscher Sicht fällt die Analyse ernüchternd aus. Lediglich das französische Unternehmen Sanofi und das britische Unternehmen Astra Zeneca können sich im Bereich Big Pharma behaupten, wohingegen kein deutsches Unternehmen in dieser Liga mitspielt.

Betrachtet man die Blockbuster-Medikamente des Jahres 2025, so zeigte sich an der Spitze der Rangliste Kontinuität. Keytruda (Pembrolizumab) von Merck & Co., ein PD1-gerichteter mAb für verschiedene solide Tumorindikationen, behauptete seine Spitzenposition mit einem Umsatz von 31,6 Milliarden US-Dollar, was einem Anstieg von 2,2 Milliarden US-Dollar (7 Prozent) gegenüber 2024 entspricht. 2025 war zudem das erste Jahr, in dem Merck einen Umsatzbeitrag durch die subkutane Keytruda-QLEX-Formulierung verzeichnete.

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