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Hormonelle Kontrazeption
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Die Pille wird 60

2020 feiert die »Antibabypille« ihren 60 Geburtstag. Weltweit ist sie eines der am meisten verwendeten Verhütungsmittel. Frauen, die hormonell verhüten wollen, können heute unter verschiedenen Darreichungsformen wählen. Bei der Auswahl spielt die Nutzen-Risiko-Abschätzung eine zunehmend große Rolle.
AutorKontaktKatharina Holl
Datum 12.03.2020  11:00 Uhr

Einfluss auf Stimmung und Libido

In den vergangenen Jahren rückten die Auswirkungen von hormonellen Kon­trazeptiva auf die weibliche Psyche in den Fokus. Eine dänische Studie aus dem Jahr 2017 (15) bejahte das mögliche Auftreten von Stimmungsschwankungen. Dies führte dazu, dass als Konsequenz eines Signalverfahrens der EMA 2018 ein Warnhinweis auf depressive Verstimmungen und Depressionen, die im Extremfall zum Suizid führen können, in die Produktinformationen aufgenommen werden musste. Für eine Verschlechterung bestehender Depressionen gibt es dagegen keine Hinweise.

Veränderungen der Libido wurden in Studien bei der Mehrzahl der Frauen zwar nicht beobachtet; diese kann aber sowohl zu- als auch abnehmen (jeweils 15 bis 20 Prozent der Frauen). Ein eindeutiger Zusammenhang mit der Zusammensetzung des Verhütungsmittels wurde nicht festgestellt (16).

Die Leitlinienkommission empfiehlt eine entsprechende Aufklärung der Frauen in Bezug auf die psychischen Aspekte.

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