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Die »Apotheken Umschau« wird kleiner

Die Apothekenkunden-Zeitschrift »Apotheken Umschau« wird neu aufgesetzt. Markantester Bestandteil des Relaunchs ist eine Verkleinerung des Formats. Aber auch inhaltlich stehen einige Änderungen an. Der Wort&Bild-Verlag will mit den Änderungen auf neue Lesegewohnheiten eingehen. Gestiegene Papier- und Produktionspreise dürften aber auch eine Rolle gespielt haben.
Benjamin Rohrer
25.04.2022  14:40 Uhr

Trotz neu hinzugekommener Konkurrenz ist die »Apotheken Umschau« des Wort&Bild-Verlages weiterhin die reichweitenstärkste Apothekenkunden-Zeitschrift in Deutschland. Verlagsangaben zufolge hat die zweimal monatlich erscheinende »Umschau« eine Auflage von rund 7,6 Millionen Exemplaren und erreicht somit mehr als 18 Millionen Menschen pro Monat. Doch die für Kunden kostenlose und von Apotheken bezahlte Zeitschrift befindet sich im Wandel – nach 2019 steht im Mai dieses Jahres schon der zweite Komplett-Relaunch innerhalb von knapp drei Jahren bevor.

Die markanteste Umstellung ist das kleinere Format, welches der Verlag selbst »Kinoformat« nennt. Die genauen Formatangaben sind 198 x 240 mm. In der Breite ändert sich also wenig, allerdings ist die Höhe um einige Zentimeter angepasst worden. »Wir gehen weg vom DinA4-Format in ein breiteres Format, das den Einstieg erleichtert und eine klarere Leserführung hat«, erklärt Dennis Ballwieser, neben Julia Rotherbl Chefredakteur der »Umschau«.

Neue Inhalte – Apotheker spielen wichtige Rolle

Aber auch an den Inhalten tut sich etwas. Der Chefredaktion zufolge beobachtet der Verlag durch die Pandemie veränderte Lesegewohnheiten. Man sehe ein deutlich gesteigertes Interesse an Gesundheitsthemen. Für die neue »Umschau« entstehe so noch mehr als vorher der Auftrag, komplexe Inhalte einfach und anschaulich zu erklären. Eine zentrale Rolle sollen dabei Apothekerinnen und Apotheker spielen. In einer neuen Rubrik sollen die Pharmazeuten beispielsweise die Wirkungsweisen von häufig eingenommen Arzneimitteln erklären. Auch die Bedeutung des Berufsstandes für die Gesundheitsversorgung soll noch stärker als vorher betont werden. »Die Apothekerinnen und Apotheker sollen weiter eine sehr zentrale Rolle im Heft einnehmen. Als Expertinnen und Experten geben sie wertvolle Gesundheitstipps und geben einen Einblick in ihren Berufsalltag. Unter anderem die neue Rubrik ‚Mein Medikament‘ soll die Bedeutung der Apothekerinnen und Apotheker für das Gesundheitswesen und die Vermittlung von gesundheitsrelevanten Informationen in den Vordergrund stellen«, erklärt Rotherbl.

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