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ABDA-Faktenblatt 
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Deutsche Apothekendichte unter EU-Durchschnitt 

Die Apothekendichte in Deutschland liegt deutlich unter dem europäischen Durchschnitt. Außerdem gibt es in den meisten EU-Staaten ein Verbot des Rx-Versandhandels. Das sind einige der Ergebnisse eines neuen ABDA-Faktenblatts.  
AutorKontaktPZ
Datum 23.07.2026  13:30 Uhr

Die Staaten der Europäischen Union unterscheiden sich teils deutlich in der Organisation ihres Gesundheitswesens. Doch wie sieht die deutsche Apothekenlandschaft im europäischen Vergleich aus? Dazu hat die ABDA jetzt ein aktualisiertes Faktenblatt herausgegeben. 

Deutschland hat laut dem Faktenblatt 20 Apotheken pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner. Damit liegt die Bundesrepublik unter dem europäischen Durchschnitt von 31 Apotheken pro 100.000 Menschen. Insgesamt gibt es in Europa 140.000 Apotheken, davon 16.601 in Deutschland. 

Ein Fremdbesitzverbot gibt es in 11 der 27 EU-Staaten, darunter sind neben Deutschland unter anderem auch Frankreich und Polen. Das Verbot soll die Gesundheit der Patientinnen und Patienten vor den Gewinninteressen von Kapitalgesellschaften schützen. 

Mehrheit der Staaten mit Versandverbot

In 18 EU-Staaten gilt außerdem ein Verbot des Versandhandels mit rezeptpflichtigen Arzneimitteln. Deutschland gehört allerdings nicht dazu. Auch in den Niederlanden, aus denen viele Versender operieren, gibt es kein entsprechendes Verbot. 

Die Höhe der Mehrwertsteuer, die auf Arzneimittel erhoben wird, unterscheidet sich laut Faktenblatt ebenfalls. In Deutschland greift mit 19 Prozent der dritthöchste Steuersatz. Nur die Dänen (25 Prozent) und die Bulgaren (20 Prozent) zahlen mehr. 

Die europäischen Apotheken sind nicht nur für die Abgabe von Medikamenten zuständig. So dürfen die Apotheken in Deutschland, Italien und Lettland gegen Influenza impfen. Das Faktenblatt erwähnt auch den »New Medicines Service«, bei dem Apotheken, etwa in England oder Norwegen, in den ersten Wochen einer neuen Dauertherapie beraten. 

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