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Dank Krebsvorsorge

Deutlicher Rückgang der Darmkrebs-Inzidenz und -Sterblichkeit

Jetzige Darmkrebsrate könnte nochmal halbiert werden

Zwar hat sich gemäß Angaben des DKFZ in den knapp 20 Jahren seit Einführung der Vorsorge-Darmspiegelung circa die Hälfte der über 50-jährigen Menschen in Deutschland schon einmal einer Darmspiegelung unterzogen. Noch immer erkranken jedoch jedes Jahr fast 60.000 Menschen an Darmkrebs. Fast 25.000 Menschen sterben an der Erkrankung.

»Es könnten sehr viel stärkere Rückgänge der Darmkrebsinzidenz und -mortalität erreicht werden, wenn die bestehenden Vorsorgeangebote, zu denen neben der Koloskopie auch die immunologischen Stuhlbluttests zählen, von einem größeren Teil der Zielpopulation genutzt werden«, betont Brenner. Durch Screening-Angebote, die sich einer verständlicheren Sprache in Kombination mit niedrig schwelligeren Zugängen zu den Vorsorgeangeboten bedienen, könnte eine weitere Reduktion der Darmkrebsinzidenz und -sterblichkeit erzielt werden. »Wir müssen dringend die Einladungsverfahren zur Darmkrebs-Vorsorge verbessern, um deutlich mehr Menschen zu erreichen und zur Krebsprävention zu motivieren. So lassen sich die Neuerkrankungs- und Sterblichkeitsraten innerhalb der nächsten zehn Jahre zusätzlich halbieren«, ist Brenner überzeugt.

Wer sollte wann zur Darmkrebsvorsorge gehen?

Werden die Inhalte des Programms zur Früherkennung von Darmkrebs gemäß entsprechender Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) geregelt, so sind derzeit alle gesetzlich krankenversicherten Personen ab dem Alter von 50 Jahren anspruchsberechtigt. Frauen von 50 bis 54 Jahren können sich für einen jährlichen Test auf okkultes Blut im Stuhl entscheiden. Männer von 50 bis 54 Jahren können zwischen einem jährlichen Test auf okkultes Blut im Stuhl und einer Darmspiegelung alle zehn Jahre wählen.

Frauen und Männer ab 55 Jahre können einen alle zwei Jahre durchzuführenden Test auf okkultes Blut im Stuhl beziehungsweise maximal zwei Früherkennungs-Darmspiegelungen im Abstand von zehn Jahren wahrnehmen. Bei auffälligen Stuhltests besteht immer Anspruch auf eine Darmspiegelung.

Alle Versicherten werden mit Erreichen des Alters von 50 Jahren von ihrer Krankenkasse zur Teilnahme am Darmkrebs-Screening aufgefordert. Weitere Einladungen erfolgen – sofern nicht widersprochen wird – jeweils im Alter von 55, 60 und 65 Jahren.

Gemeinsam mit dem Einladungsschreiben wird eine Versicherteninformation verschickt, in deren Rahmen die Vor- und Nachteile der Darmkrebs-Früherkennung, die verschiedenen Untersuchungsmöglichkeiten und der Ablauf der Untersuchungen aufgezeigt werden. Anspruchsberechtigte können die Beratungs- und Untersuchungsangebote des Programms innerhalb der vorgegebenen Abstände auch ohne eine Einladung der Krankenkasse wahrnehmen.

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