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Robert-Koch-Institut

Den Erfolg weiter verteidigen

Das Robert-Koch-Institut hat heute zu anhaltender Disziplin in der Corona-Pandemie aufgerufen. Deutschland komme im Vergleich zu anderen Ländern bislang gut durch die Pandemie. Diesen Erfolg gelte es zu verteidigen.
PZ
dpa
28.04.2020  18:06 Uhr
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Die Menschen in Deutschland sollten sich weiter an die gültigen Regeln halten, betonte RKI-Präsident Professor Dr.  Lothar Wieler (RKI) am Dienstag in Berlin. Deutschland habe das Virus anders als andere Länder bisher sehr erfolgreich in Schach halten können. »Wir wollen diesen Erfolg verteidigen«, sagte Wieler. »Wir wollen nicht, dass die Fallzahlen wieder zunehmen.« Das gelte gerade vor dem Hintergrund der ersten Lockerungen der Distanzierungsmaßnahmen.

Im Vergleich zu anderen Ländern stehe Deutschland derzeit gut da, betonte Wieler. Bundesweit seien bislang etwa 156.000 Covid-19-Fälle und 5900 Todesfälle in Zusammenhang mit einer Infektion gemeldet worden, was einem Fall-Verstorbenen-Anteil von 3,8 Prozent entspreche. Dieser sei deutlich niedriger als zum Beispiel in den USA, wo 5,7 Prozent der etwa 966.000 Covid-19-Patienten verstorben seien, oder in Spanien und Großbritannien, die einen Fall-Verstorbenen-Anteil von 11,1 Prozent beziehungsweise 13,6 Prozent aufwiesen.

Eine Überforderung des Gesundheitssystems gelte es in Deutschland weiter gemeinsam zu vermeiden, betonte Wieler. Ausgehend von der derzeitigen Situation seien keine Engpässe in Kliniken zu prognostizieren. Voraussetzung sei aber, dass die Zahl der Neuansteckungen niedrig bleibt. Wieler rief die Bürger auf, weiter so weit wie möglich zuhause zu bleiben, sich an die Kontaktbeschränkungen zu halten, regelmäßig die Hände zu waschen, mindestens eineinhalb Meter Abstand zu halten und wo das schwer möglich sei, einen Nase-Mund-Schutz zu tragen. Dieser bringe einen »geringen Mehrwert« aber nur mit sich, wenn er korrekt getragen wird. Wieler appellierte daher an die Bevölkerung, sich über den korrekten Gebrauch auf der Website der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) oder dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) zu informieren.

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