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»Letter of Intent«
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DAV und ADAS treiben ePA voran

Die Apotheken und die Anbieter von Apotheken-Softwaresystemen wollen gemeinsam die elektronische Patientenakte (ePA) für die Nutzung in den Apotheken intuitiver und effizienter gestalten.
AutorKontaktPZ
Datum 22.07.2026  11:55 Uhr

Im Rahmen der nächsten Ausbaustufe, deren Pilotierung am 15. Juli startete, haben sich der Deutsche Apothekerverband (DAV) und der Bundesverband Deutscher Apotheken-Softwarehäuser (ADAS) in einer Absichtserklärung (»Letter of Intent«) auf diese Absicht verständigt. Mit der ePA-Ausbaustufe wird die bislang automatisch mit E-Rezepten befüllte elektronische Medikationsliste (eML) in ihrer Funktion erweitert, und der elektronische Medikationsplan (eMP) wird eingeführt.

Der DAV versteht sich dabei als fachlicher Impulsgeber im Auftrag der mehr als 16.000 Apotheken, die sich praxisnahe Prozesse und betriebsspezifische Abläufe für den Umgang mit der ePA wünschen. Der ADAS fungiert als Schnittstelle zu seinen sieben Mitgliedsunternehmen, die gemeinsam definierte Ziele und Standards jeweils technisch in ihren eigenen Produkten umsetzen.

»Die elektronische Patientenakte geht in die nächste Ausbaustufe – und die Apotheken wollen die neue Stufe der Digitalisierung aktiv mitgestalten«, so der DAV-Vorsitzende Hans-Peter Hubmann. »Der Deutsche Apothekerverband und der Bundesverband Deutscher Apotheken-Softwarehäuser wollen nicht nur die Mindestanforderungen an die ePA und den eMP umsetzen. Beide Partner wollen den Apotheken auch einen nutzerfreundlichen und effizienten Umgang mit den Medikationsdaten in der ePA ermöglichen, um diese bestmöglich nutzen zu können.«

Patientinnen und Patienten profitieren

Ein Beispiel sei die niedrigschwellige Einbindung des eMP in den Prozess der Rezeptbelieferung, um zum Beispiel Wechselwirkungen mit anderer Medikation auf dem eMP zu erkennen, so Hubmann weiter. »Ein anderes Beispiel ist die aufwandsarme Anpassung der Dosierungsangaben bei einem Medikamentenaustausch aufgrund eines Lieferengpasses, sodass die geänderte Dosierung ohne doppelte Eingabe automatisch in die Medikationsliste und auch in den Medikationsplan übernommen wird.«

Die Patientinnen und Patienten seien es, die von der Weiterentwicklung profitierten. »Je schneller und praktischer die Apothekenteams den elektronischen Medikationsplan verarbeiten und aktualisieren können, umso mehr Zeit bleibt für die fachliche Beratung der Patientin oder des Patienten«, betont Hubmann. »Eine individuell auf die Arbeitsprozesse in der Apotheke angepasste Software hilft also nicht nur den Apothekenteams, sondern bringt die Mehrwerte der ePA – wie eine Verbesserung der Arzneimitteltherapiesicherheit – zu den Menschen.«

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