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Akne
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Das hilft gegen Pickel in der Pubertät

Die hormonellen Veränderungen während der Pubertät können nicht nur die Gemütslage durcheinanderbringen. Häufig zeigen sie sich auch in Form einer Akne an der Haut. Was Akne verursacht, welche Arten es gibt und wie die Behandlung aussieht.
AutorKontaktMaria Pues
Datum 05.12.2022  15:00 Uhr

Retinoide bei Komedonen

Bei Komedonen gelten topische ­Retinoide als Mittel der Wahl. Zu ihnen gehören Adapalen (etwa Differin®), Tretinoin (etwa Cordes® VAS) oder ­Trifaroten (etwa Selgamis®). Bei Schwangeren und Stillenden sowie bei Frauen, die eine Schwangerschaft ­planen, sind sie kontraindiziert. Bei entzündlicher Akne können außerdem Azelainsäure (zum Beispiel Skinoren®) und Antibiotika in topischer Form eingesetzt werden, letztere wegen der ­Gefahr von Resistenzentwicklungen jedoch nicht als Monotherapie.

Bei mittelschwerer und schwerer Ausprägung kommt die Kombination verschiedener topischer Therapeutika plus gegebenenfalls eine systemische Therapie infrage. Als Antibiotika werden unter anderem Doxycyclin, Minocyclin oder Tetrazykline eingesetzt, als systemisches Retinoid Isotretinoin (zum Beispiel Aknenormin®). Aufgrund der teratogenen Wirkung des Isotretinoins muss während und bis zu einem Monat nach Beendigung der Therapie eine zuver­lässige Empfängnisverhütung erfolgen.

Retinoide und Tetrazykline in systemischer Form dürfen dabei außerdem nicht gleichzeitig eingenommen werden, da dann die Gefahr einer Schädel­innendruckerhöhung besteht. Bei Mädchen und Frauen können außerdem antiandrogene hormonelle Kontrazep­tiva nicht entzündliche und entzünd­liche Aknesymptome bessern.

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