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Verbändeanhörung
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Das BMG hängt an der PTA-Vertretung

Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) lud zur Verbändeanhörung zur Apothekenreform – und hörte tatsächlich zu, wie es aus Teilnehmerkreisen heißt. Die Atmosphäre sei konstruktiv gewesen. An der geplanten PTA-Vertretung, einem der zentralen Schmerzpunkte der Apotheken, will das BMG aber offenbar festhalten.
AutorKontaktCornelia Dölger
Datum 10.11.2025  15:50 Uhr
BMG: Inwiefern ist die PTA-Vertretung eine Gefahr?

BMG: Inwiefern ist die PTA-Vertretung eine Gefahr?

Wie es konkret um das Fixum steht, war Teilnehmerkreisen zufolge nur am Rande Thema. Länger arbeitete man sich an der geplanten Verhandlungslösung zwischen Deutschem Apothekerverband (DAV) und den Kassen ab, auch die umstrittene PTA-Vertretungsbefugnis kam ausführlicher zur Sprache.

Hierzu wollte BMG-Abteilungsleiter Müller dem Vernehmen nach Konkretes wissen. Inwiefern von dieser Regelung eine Gefährdung ausgehe und ob es dafür konkrete Beispiele gebe, habe er gefragt. Die Apotheken sehen die geplante Befugniserweiterung bekanntlich als Systembruch, der die bisherigen geschützten Strukturen perspektivisch angreifbar macht. Müller habe Parallelen zu den Pharmazieingenieuren in Ostdeutschland gezogen. Pharmazieingenieure haben deutlich mehr Befugnisse als heutige PTA. 

BVDAK: »Dialog auf Augenhöhe«

Teilnehmern zufolge entstand der Eindruck, dass das BMG am Punkt PTA-Vertretung festhalten will. Müller habe durchblicken lassen, dass Ministerin Warken sich dazu auch in ihrer Rolle als Vorsitzende der CDU-Frauen-Union bekannt habe.

Dass Müller sich offenbar detailliert auf die Fragen und Kritikpunkte einließ, brachte ihm im Nachgang Pluspunkte ein. Stefan Hartmann, Vorsitzender des Bundesverbands Deutscher Apothekenkooperationen (BVDAK), wertete das Treffen als »eine Veranstaltung, die eindrucksvoll gezeigt hat, dass echter Dialog auf Augenhöhe möglich ist«. Bei LinkedIn verwies er auf den »ehrlichen Austausch« und die »konstruktiven Beiträge«. Müller habe das Treffen »souverän, präzise und mit spürbarem Interesse an der Sache« geleitet.

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