| Christina Hohmann-Jeddi |
| 09.11.2020 09:00 Uhr |
Dass eine Infektion in der Mundhöhle selbst auch Symptome verursachen kann, belegt auch ein aktueller Review: Der Analyse von 40 Studien zufolge weisen 45 Prozent der mehr als 10.000 Covid-19-Patienten eine Störung des Geschmackssinns auf; und Läsionen an der Mundschleimhaut sind häufig (»Journal of Dental Research«).
»Unsere Ergebnisse zeigen, dass die orale Infektion bei Covid-19 bislang unterschätzt worden sein könnte«, sagt der Seniorautor dieser Studie, Professor Dr. Kevin M. Byrd von der Zahnmedizin der University of North Carolina in Chapel Hill, in einer Pressemitteilung der Universität. »Wie die nasale Infektion könnte die orale Infektion der asymptomatischen Verbreitung des Erregers zugrunde liegen, die eine Eindämmung so schwierig macht.«
Dass die Mundhöhle auch ein Ort der Virusreplikation sein kann, unterstreiche die Bedeutung der bisherigen Schutzmaßnahmen – Masketragen, Abstandhalten und Händewaschen –, um das Übertragungsrisiko über Speicheltröpfchen und Aerosole zu senken.