Vom Außen- ins Gesundheitsministerium: Yvette Cooper (Labour-Partei) ist jetzt Gesundheitsministerin. / © Imago / Anadolu Agency
Der neue britische Premierminister verliert keine Zeit – kurz nach seiner Ernennung hat Andy Burnham (Labour-Partei) das Kabinett neu geordnet. Die bisherige Chefin im Foreign Office, Yvette Cooper (Labour-Partei), ist jetzt Gesundheitsministerin. Neuer Außenminister ist der bisherige Energieminister und ehemalige Labour-Parteivorsitzende Ed Miliband, der zwischenzeitlich für den Posten des Finanzministers gehandelt wurde. Sein älterer Bruder David Miliband (Labour-Partei) war bereits zuvor Außenminister im Kabinett von Premier Gordon Brown (Labour-Partei). Innenministerin bleibt Shabana Mahmood (Labour-Partei).
Überraschend wurde in der Nacht der ehemalige Gesundheitsminister Wes Streeting (Labour-Partei) zum Verteidigungsminister berufen. Streeting galt kurzzeitig als Rivale für Burnham um den Parteivorsitz, hatte sich aber nach dessen Einzug ins Parlament aus dem Rennen zurückgezogen. Auf der Plattform X versicherte der neue Verteidigungsminister: »Wir werden sicherstellen, dass unsere Streitkräfte über die notwendigen Ressourcen verfügen und unseren internationalen Verbündeten, insbesondere der Ukraine, entschlossen zur Seite stehen.«
Mit Angela Rayner (Labour-Partei) kehrt zudem ein bekanntes Gesicht der Partei-Linken als Wohnungsbauministerin zurück. Diese Rolle hatte sie bereits unter Keir Starmer von 2024 bis 2025 inne. In dieser Zeit war sie auch Starmers Vize, musste aber wegen einer Steueraffäre zurücktreten. Inzwischen ist sie vom Verdacht der Steuerhinterziehung entlastet.
Etliche Vertraute von Starmer spielen unter dem neuen Regierungschef dagegen künftig keine große Rolle mehr, darunter der frühere Vize-Regierungschef und Justizminister David Lammy (Labour-Partei) und die bisherige Finanzministerin Rachel Reeves (Labour-Partei). »Ich wäre stolz gewesen, weiterhin im Kabinett zu dienen. Aber ein neuer Premierminister hat das Recht, sein eigenes Team zusammenzustellen«, sagte Lammy der Nachrichtenagentur PA zufolge.