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Covid-19-Medikamente

Bund fördert sechs Unternehmen mit 150 Millionen

Nicht alle Menschen können durch eine Impfung vor einer Erkrankung mit dem Coronavirus SARS-CoV-2  geschützt werden. Neben den Einsatz von Coronaimpfstoffen braucht es daher auch einen medikamentösen Ansatz zur Bekämpfung der Covid-19-Erkrankung .
dpa
PZ
06.09.2021  15:34 Uhr

Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) und das Bundesforschungsministerium fördern sechs Unternehmen, die an der Entwicklung von Medikamenten gegen Covid-19 arbeiten, mit 150 Millionen Euro. Wie beide Ministerien am Montag mitteilten, sollen entsprechende Forschungsprojekte der Firmen AdrenoMed AG, Apogenix AG, Atriva Therapeutics GmbH, Corat Therapeutics GmbH, InflaRx GmbH und der DRK Baden-Württemberg-Hesse GmbH unterstützt werden.

Es geht den Angaben zufolge um die Erforschung und Entwicklung sogenannter antiviraler Medikamente, die das Eindringen des Virus in die Zellen verhindern, um Arzneimittel, die einen schützenden Einfluss auf die Lungenfunktion hätten oder auch um Medikamente, die überschießende Immunreaktionen dämpften. »Teilweise wurden die Arzneimittel bereits für die Behandlung anderer Erkrankungen wie Krebs oder Sepsis erforscht. Nun soll getestet werden, ob sie auch einen Effekt auf eine Covid-19-Erkrankung haben«, hieß es in einer Mitteilung.

»Noch hilft nur Impfen gegen Corona. Aber wir wollen der Pandemie auch langfristig ihren Schrecken nehmen. Deshalb fördern wir die Entwicklung neuer Medikamente, um auch in Zukunft Corona-Patientinnen und Patienten gut behandeln zu können«, erklärte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) . Zudem  investiere der Bund in die Zukunft, indem er damit auch den deutschen Forschungs- und Entwicklungsstandort im Bereich Biotechnologie stärke.

Forschungsministerin Anja Karliczek (CDU) ergänzte: »Selbst bei flächendeckender Verfügbarkeit von Covid-19-Impfstoffen werden nicht alle Menschen eine Impfung erhalten können. Daher werden weitere wirksame Arzneimittel gebraucht, um Erkrankte zu behandeln.«

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