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Inhalatives Corticoid
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Budesonid könnte Risiko für schweres Covid-19 senken

Es wäre eine überraschend einfache Möglichkeit, die Gefahr für schwere Covid-19-Verläufe deutlich zu reduzieren: Zwei Stöße täglich eines Budesonid-haltigen Asthmasprays bei bislang leicht Erkrankten. Es gibt erst vielversprechende Ergebnisse, die jedoch noch nicht für eine generelle Empfehlung ausreichen.
AutorKontaktTheo Dingermann
Datum 12.02.2021  17:00 Uhr

Relative Risikoreduktion um 90 Prozent

In der per-Protokoll-Analyse trat der primäre Endpunkt bei zehn Teilnehmern in der Kontrollgruppe ein, wohingegen der Endpunkt nur bei einem Teilnehmer in der Gruppe auftrat, die mit Budesonid-Spray behandelt wurde. Dieser Unterschied, der einer Risikominimierung für schwere Covid-19-Verläufe um 90 Prozent entspricht, war offensichtlich hoch signifikant (p=0,004). Die »Number needed to treat«, um mit inhalativem Budesonid einen schweren Krankheitsverlauf zu vermeiden, betrug acht.

Als einer der sekundären Endpunkte war auch nach der Verkürzung der Krankheitsdauer gefragt worden. Hier zeigte sich, dass sich die mit Budesonid behandelten Patienten um durchschnittlich einen Tag schneller erholten als die Patienten der Kontrollgruppe (p=0,007). Die mittlere Zeit bis zur Genesung betrug in der Budesonid-Gruppe acht Tage gegenüber elf Tagen in der Kontrollgruppe.

Die Ergebnisse der Studie waren so überzeugend, dass die Studie vorzeitig abgebrochen wurde, nachdem eine unabhängige statistische Überprüfung zu dem Schluss gekommen war, dass sich das Studienergebnis bei einer weiteren Rekrutierung von Teilnehmern nicht verändern würde.

Allerdings müssen die Ergebnisse noch in unabhängigen, größeren klinischen Studien, am besten placebokontrolliert wiederholen lassen, bevor nun alle leicht an Covid-19-Erkrankten ein inhalatives Corticoid verordnet bekommen.

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