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BPI präsentiert »Masterplan Pharma«

Der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) hat einen »Masterplan Pharma« mit umfangreichen Forderungen an die nächste Bundesregierung vorgelegt. Aktuell sei die Branche aufgrund zahlreicher struktureller Probleme unter Druck. 
AutorKontaktLukas Brockfeld
Datum 22.01.2025  17:00 Uhr

Regierung soll schnell handeln 

Der Selbstmedikation soll laut dem BPI auch künftig eine große Rolle zukommen. Daher wünscht sich der Verband die Erweiterung der Erstattung von nicht verschreibungspflichtigen Arzneimitteln auf alle Kinder und Jugendlichen bis zum Beginn der Volljährigkeit. Auch für Schwangere und weitere Patientengruppen solle eine Anpassung erfolgen. Die Apothekenpflicht für nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel sei unabdingbar, da auch diese Medikamente der fachkundigen, persönlichen Beratung bedürften.

Der BPI ist der Ansicht, dass digitale Anwendungen wie das E-Rezept die Gesundheitsversorgung grundlegend verändern werden. Die deutsche Pharmaindustrie leiste einen wesentlichen Beitrag zur digitalen Transformation. Gesundheitsdaten seien ein wesentlicher Schlüssel zur Innovation und müssten deswegen stärker von der Industrie genutzt werden.  

»Mit unserem Masterplan Pharma haben wir konkrete Vorschläge gemacht, die die Verantwortlichen nach der Wahl schnell umsetzen sollten«, sagt BPI-Hauptgeschäftsführer Kai Joachimsen. In der Vergangenheit habe es beispielsweise mit dem Medizinforschungsgesetz bereits Schritte in die richtige Richtung gegeben. Diese reichen nach Ansicht des BPI allerdings noch nicht aus. »Die gesamte pharmazeutische Branche braucht dringend verlässliche Rahmenbedingungen, um die Versorgungssicherheit in Deutschland zu gewährleisten und die Wirtschaft zu stärken«, betont Joachimsen. 

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