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BMG-Berater Ralf König trennt sich von zwei Easy-Apotheken

Seit 2019 berät der Apotheker Ralf König das Bundesgesundheitsministerium. Konkret ist er im sogenannten »Health Innovation Hub« des BMG für alle Apothekenthemen zuständig. Um künftig mehr Zeit für seine ersten beiden Apotheken und die Arbeit in Berlin zu haben, trennt sich König jetzt von zwei Easy-Apotheken.
Benjamin Rohrer
02.09.2020  14:00 Uhr

Apotheker Ralf König spielt bei den apothekenpolitischen Plänen des BMG eine wichtige Rolle. Denn der von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) im vergangenen Jahr ins Leben gerufene »Health Innovation Hub (HIH)« besteht aus einem 12-köpfigen Expertenrat, der das Ministerium in vielen wichtigen Fragen zur Digitalisierung im Gesundheitswesen berät. Der Nürnberger Apotheker König wurde dazu geholt, um beispielsweise bei der Entwicklung des flächendeckenden E-Rezepts immer wieder zu hinterfragen, welche Auswirkungen Entscheidungen auf den Apothekenalltag haben.

Offiziell ist Königs Titel beim HIH »Director Pharmacy«. Im Apothekenmarkt machte er sich mit der Gründung der Online-Bestellplattform »Curacado« einen Namen, die inzwischen vom Wort & Bild-Verlag übernommen wurde und jetzt in das Plattform-Modell des »Pro AvO«-Bündnisses integriert ist.

König: Arbeit in Berlin macht Spaß und ist intensiv

Nach Informationen der Pharmazeutischen Zeitung wird König die Intensität seiner eigenen Arbeit im Apothekenmarkt demnächst aber etwas drosseln. Denn der Apotheker trennt sich in diesen Wochen von seinen zwei Easy-Apotheken, die er als Filialen betreibt. Gegenüber der PZ bestätigte König, dass es »gleich mehrere Gründe« gebe, die zu dieser Entscheidung geführt hätten. Zunächst hätten seine Söhne nicht Pharmazie studiert. »Die Frage des Verkaufs steht für mich also ohnehin irgendwann an«, so der BMG-Berater.

 Und weiter: »Außerdem kommt hinzu, dass mir meine neuen Aufgaben in Berlin derzeit so viel Spaß machen, dass ich auch zeitlich sehr eingebunden bin. Letztes Jahr war ich vier Tage pro Woche in der Hauptstadt, derzeit findet auf Grund von Corona ja Vieles online statt.« König stellte allerdings klar, dass es sich nur um einen Inhaberwechsel handele. Die Versorgung vor Ort aber auch sein Team würden weitergeführt. »Ich wurde von einem anderen Apotheker aus der Region angesprochen, ob ein Verkaufsinteresse besteht. Mir war es beim Übergang vor allem wichtig, dass es für mich und das Apothekenteam auch menschlich gut passt, die Unternehmenskultur erhalten bleibt und wir auch in Zukunft zusammenarbeiten.«

König fügte hinzu: »Aus der einen Easy-Apotheke heraus versorgen wir zahlreiche Heimpatienten mit einer patientenindividuellen Verblisterung - das geht natürlich auch weiter. Auch das Easy-Konzept bleibt in den Apotheken erhalten und ich werde mit Easy weiter in Verbindung bleiben.« Der Verkauf sei nicht als Rückzug aus dem Apothekenmarkt vor Ort zu verstehen. Denn: »Ich investiere derzeit in den Ausbau meiner beiden anderen König-Apotheken und freue mich dann, in Zukunft wieder mehr Zeit dafür zu haben.«

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